Presse-Echo 2003

"Gelungene Verbindung von Wissen und Unterhaltung"

Die Ohren haben meistens Pause
[Mario Zettwitz] Ist von Musik und Computer die Sprache, dann denkt die Mehrzahl der Anwender sofort an Kopierschutz knacken, CDs rippen und MP3-Files aus dem Internet saugen. Andererseits, was wissen die meisten Sauger und Ripper denn wirklich über die Musik, die sie sich heftig aufs Ohr geben? Wo haben die verschiedenen Stile ihren Ursprung? Wer hat sie besonders geprägt? Antworten kann man sich mühselig im Internet zusammenklauben, ansonsten kann die Rock- und Pop-Generation nur digitalen Trübsal blasen. Lediglich ein Werk versucht, Wissen annehmbar zu konservieren: das Rock-Lexikon. Didaktisch ist es nicht der Brüller, doch mit flüssigen Texten wird die Rock-Geschichte sachkundig und auch kritisch aufgeblättert. Die Stärken liegen in der Beschreibung der Wurzeln, je näher das Heute rückt, desto dünner wird es im Rock-Lexikon.

Wer nun meint, die Freunde der Klassik hätten es besser, muss enttäuscht werden. Es gibt zwar eine Auswahl an Lexika, doch wirklich rühmlich sind die Werke angesichts der multimedialen Möglichkeiten oftmals nicht. Das Ultimus-Lexikon versucht den Rundumschlag und bietet dazu über 280.000 Stichwörter zu allen Bereichen der Musik. Zum schnellen Nachschlagen mag das noch gehen, ansonsten schlafen dem Anwender nur die Füße ein.
Der "Brockhaus Riemann" steht in der Tradition des am Ende des 19. Jahrhunderts von Hugo Riemann begründeten und seither regelmäßig erweiterten Musiklexikons, das zu den international anerkannten Standardwerken der Musikliteratur zählt. Doch solch Ruhm garantiert halt keine digitale Meisterleistung. Es scheint, als wäre das Druckwerk einfach auf CD kopiert worden. Das Ganze ist extrem textlastig, wobei die fraglos kompetenten Beiträge höchst dürftig verlinkt sind. Das muss man wirklich lesen wollen. Wenigstens unternimmt der "Brockhaus Riemann" den Versuch, neben der klassischen Musik auch alle wesentlichen Entwicklungen der Volksmusik, des Jazz und der Pop- und Rockmusik bis zur Gegenwart zu berücksichtigen. Bei Rock und Pop ist das leider nicht ganz glücklich gelungen.

Dass es durchaus möglich ist, ein multimedial gut aufbereitetes Musik-Lexikon anzubieten, beweist "World of Classic Music", welche jetzt als DVD-Version herausgekommen ist. Zwar ist das Video-Angebot enttäuschend, dafür ist das Lexikon gut bebildert und verlinkt.
Auf einem Streifzug durch die Epochen der Klassik können legendären Dirigenten, Interpreten, Chören und Orchestern ein interaktiver Konzertbesuch abgestattet werden. In einer Fälscherwerkstatt lässt sich ausprobieren, wie berühmte Melodien im Stil bedeutender Komponisten klingen. Dazu gibt es zahlreiche musikalische Quizspiele. Das Textmaterial ist profund, ohne weitschweifig zu werden. Schließlich ist mit wenigen Mausklicks ein "Wunschkonzert" zusammen gestellt. Angesichts von 30 Stunden Musik in brillanter Qualität fällt da die Auswahl nicht leicht. Eine gute Soundkarte und hochwertige Boxen sollte man aber besitzen. Schade, dass ein DVD-Player mit der Scheibe nichts anzufangen weiß. Für ein besinnliches Konzert jedes Mal den PC anzuwerfen, ist nicht gerade stimmungsvoll.
Ob der gelungenen Verbindung von Wissen und Unterhaltung ist dieses Lexikon jedoch das überzeugendste Produkt für einen breiten Anwenderkreis.
[erschienen in: Freies Wort, 2.8.2003, www.freies-wort.de]
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"Ein wirklich umfangreiches Tool"

[Matthias Göbel] Es gibt schon so einige Tools, wo man mehr über die berühmtesten Kompositionen der Musikgeschichte kennen lernen und vor allem auch hören kann. Bei "World of Classic Music" ist es nicht anders, jedoch ist der Umfang um einiges größer, denn immerhin werden insgesamt 30 Stunden Sound in HiFi-Stereoqualität geboten...

Zum Programm: Mit diesem Tool kann man sich wirklich aufmachen, eine Entdeckungsreise durch die Klassik zu starten und nebenbei wird man überrascht sein und viel Neues kennen lernen. Man hört nicht einfach nur die Musik, sondern kann einen Streifzug durch die Epochen der Klassik mit legendären Dirigenten, Interpreten, Chören und Orchestern genießen. Da man nicht immer bei einen der Konzerte anwesend war, kann man sich hier interaktiv einen Geschmack davon holen, wie es klingt, wäre man vor Ort.
Jeder Liebhaber wird auch seine Lieblingsstücke haben, warum also nicht einfach sein individuelles Wunschkonzert zusammenstellen? Nichts leichter als das, einfach aussuchen und starten, denn wie erwähnt kann man hier aus insgesamt 30 Stunden Musik seine Classic-Hits wählen. Mit dabei sind Kompositionen von Antonio Vivaldi, Bizet, Mendelssohn, Mozart, Bach, Beethoven und vielen mehr.
Das umfangreiche Lexikon kann mit über 5.000 Stichwörtern und 1.000 Bildern zu allen wichtigen Themen der klassischen Musik, großen Komponisten, berühmten Interpreten, Ballett und Operette, Musikepochen, Instrumenten u.v.m. aufwarten. Dabei gibt es aber auch mehr als nur den Lesestoff, denn man kann zahlreiche musikalische Quizspiele oder Erlebnisseiten aus dem Tool nutzen.
Die Musik wird noch unterschieden in Orchester-, Kammer-, Solo- und Chormusik, wobei man beim Konzertbesuch auch einzelne Instrumente kennen lernt. Gerade hier wird man recht überrascht sein, wie alt schon einige Instrumente sind oder wie oft sie benutzt werden, aber nie so richtig auffallen. Außerdem findet man sicherlich zu jedem Anlass ein Stückchen aus der Klassikwelt, was bestimmt auch heute noch passt.

Fazit: "World of Classic Music" ist ein wirklich umfangreiches Tool, welches die klassische Musik dem Anfänger, aber auch erfahrenen Kenner näher bringt. Besonders die umfangreiche Sammlung an Musikbeispielen oder das Hintergrundwissen zu den "Stars" dieser Szene ist enorm. Die Benutzeroberfläche ist sehr schnell verständlich, so dass man nicht lange suchen muss, wo was ist. Wer diese Musik mag, sollte hier unbedingt reinschauen, es lohnt sich ….
[erschienen 9/03 auf www.heftig.com]
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"Unterhaltsam mit passendem Informationsfundament"

Wer gern klassische Musik hört, aber die "Kleine Nachtmusik" Beethoven statt Mozart zuschreibt, dem kann auf unterhaltsame Art geholfen werden. Denn mit Data Beckers "World of Classic Music" (Preis: 25 Euro/DVD-Version) lassen sich nicht nur 30 Stunden Klassik aus allen Epochen zu einem Wunschkonzert am PC zusammenstellen. Das integrierte Multimedia-Lexikon liefert mit über 5000 Stichwörtern und 1000 Bildern auch das passende Informationsfundament.
Fans klassischer Musik können legendären Dirigenten, Interpreten, Chören und Orchestern einen virtuellen Konzertbesuch abstatten. Erlebnisseiten vermitteln einen Überblick über Epochen, Werke und Größen der Klassik sowie über die verschiedenen Musikformen. Spielerisch lässt sich das erworbene Wissen im Quiz erproben oder in der "Fälscherwerkstatt" testen, wie Melodien im Stil bedeutender Komponisten klingen.
[erschienen 9.9.2003 auf www.freiepresse.de]


Musik-Lexikon Klassik - World of Classic Music