Lehrveranstaltungen


Bibelgebrauch bei Fanny und Felix Mendelssohn

Fakultät für evangelische Theologie der Universität Paderborn
- Wintersemester 2008/09 -

Prof. Dr. Martin Leutzsch / Prof. Dr. Harald Schroeter-Wittke

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Seminarmaterialien 03
Hiob in der Musik

Nachschlagewerke:
Reischert, Alexander (2001) Kompendium der musikalischen Sujets. Ein Werkkatalog. Kassel/Basel/London/New York/Prag (zu biblischen Figuren, mit begründeter Ausblendung Jesu Christi)
Remmert, Sönke (1996) Bibeltexte in der Musik. Ein Verzeichnis ihrer Vertonungen. Göttingen

Reischert 2001, 467-471, führt 74 Oratorien, Opern, Kantaten zu Hiob auf, die zwischen 1660 und 1998 entstanden sind; 11 Bearbeitungen (darunter die von Fanny Hensel) entstanden zwischen 1786 und 1850.
Remmert 1996, 21f., führt 18 musikalische Bearbeitungen, zumeist von einzelnen Stellen des Hiobbbuchs, von Heinrich Schütz über Henry Purcell, Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel bis in die Gegenwart an.

Vgl. ergänzend: Heymel, Michael (1999) Trost für Hiob. Musikalische Seelsorge. München 55-62 (Hiob in Liturgie und Musik der Kirche)
Heymel, Michael (2004) Hiob und die Musik. Die Bedeutung Hiobs für eine musikalische Seelsorge. In: ders., In der Nacht ist sein Lied bei mir. Seelsorge und Musik. Waltrop 135-150: 142 (Hinweis auf Hiobtext-Vertonungen von Orlando di Lasso, Heinrich Schütz, Luigi Dallapiccola, Herman Berlinski)
Jacob, Andreas: Petr Ebens „Hiob“. Konstruktion auf der Basis von Improvisation. In: Musik und Kirche 67 (1997)

Hiob als Schutzpatron der Musik

Forschungsliteratur:
Brennecke, W.: Hiob als Musik-Heiliger. In: Musik und Kirche 24 (1954) 257-261Denis, V.: St-Job, patron des musiciens. In: Revue Belge d’Archéologie et d’Histoire de l’Art 21 (1952) 253-298Heymel, Michael (1999) Trost für Hiob. Musikalische Seelsorge. München 32-41
Heymel, Michael (2004) Hiob und die Musik. Die Bedeutung Hiobs für eine musikalische Seelsorge. In: ders., In der Nacht ist sein Lied bei mir. Seelsorge und Musik. Waltrop 135-150: 139-141
Heymel, Michael (2000) Hiob als Schutzpatron der Musik. Die seelsorgerliche Bedeutung der Musik. In: Pastoraltheologie 89, 206-218
Kretzenbacher, Leopold (1987) Hiobs-Erinnerungen zwischen Donau und Adria. Kulträume, Patronate, Sondermotive der Volksüberlieferungen um Job und sein biblisches und apokryphes Schicksal in den Südost-Alpenländern. (Bayerische Akademie der Wissenschaften, Philosophisch-historische Klasse, Sitzungsberichte 1987, 1). München 116-124.131-134.151-156.167-179 (Literatur: 141 Anm. 1)
Meyer, K.: St. Job as a Patron of Music. In: Art Bulletin 36 (1954) 21-31
Vötterle, K.: Hiob, Schutzpatron der Musiker. In: Musik und Kirche 23 (1953) 225-232
Die von Heymel und Kretzenbacher verarbeitete Forschungsliteratur bezieht sich auf das 15.-18. Jahrhundert.

"Undine" in der Musik- und Literaturgeschichte

Musikwissenschaftliches Institut der Universität Hamburg
- Wintersemester 2002/03 -

Peter Petersen und Hans-Gerd Winter
09.714 Interdisziplinäres Hauptseminar
3st. Mi 10-13 Uhr, Rm 7, Beginn: 30.10.2002
Erforderliche Voraussetzungen: Abgeschlossenes Grundstudium
Pflichtveranstaltung laut Studienplan: ja; Schein: ja

Kurzbeschreibung:
Dieses interdisziplinäre Seminar richtet sich an Musik- und Literaturwissenschaftler. Die Wasserfrauen, allen voran Undine, sind ein beliebtes Thema und Motiv in Musik und Literatur. Undines Geschichte vom unglücklichen Ausgang einer Liebesbeziehung zwischen einem Menschen und einer Wasserfrau ist mit der der Melusine eng verwandt, beide gehören in den Traditionszusammenhang der wichtigsten antiken Wasserfrauen, der Sirenen. Die Sirenenepisode in Homers "Odyssee" soll in die Diskussion einbezogen werden, ebenso auch Paracelsus' Charakterisierung der verschiedenen Wasserfrauen. Undine spricht immer wieder menschliche Sehnsüchte wie die nach Entgrenzung und Glück an, es werden mit ihr Themen- und Motivkreise verbunden wie Natur und Zivilisation, Unbeständigkeit und Verlässlichkeit, Integration des "Heidnischen" ins "Christliche", Vermenschlichung durch "Beseelung", Treue und Verrat, Frau und Mann, gegensätzliche Liebeskonzepte, der Wunsch, die Welt zu poetisieren und die Rolle der Kunst. Mit dem "Kern" des Mythos sollen auch die Veränderungen herausgearbeitet werden, die unter anderem mit der jeweiligen historischen Konstellation, aber auch mit dem jeweils gewählten Genre zusammenhängen. Ferner geht es um die Intertextualität zwischen den verschiedenen Undine-Adaptionen - auch zwischen Literatur und Musik.
Folgende Werke sollen im Vordergrund stehen: an musikalischen Werken u. a. F. Kauer / K. F. Hensler "Das Donauweibchen" (1798), E. T. A. Hoffmann / F. de la Motte Fouqué "Undine" (1816), A. Lortzing "Undine" (1845), A. Dvorák "Rusalka" (1901), H. w. Henze / F. Ashton "Undine" (1958), A. Reimann / C. H. Henneberg "Melusine" (1971), dazu auch einige rein instrumentale Undine-Kompositionen; an Texten die Stauffenbergsage (um 1320) in der Nacherzählung durch Ch. A. Vulpius (1805), A. v. Arnim "Ritter Stauffenberg und die Meerfeye" (1806), F. de la Motte Fouqué "Undine" (1811), H. C. Andersen "Die kleine Seejungfrau" (1837), J. Girauxdoux "Ondine" (1939) und I. Bachmann "Undine geht" (1961).

Literatur:
Undinenzauber. Von Nixen, Nymphen und anderen Wasserfrauen, Reclam 8683.
Pipers Enzyklopädie des Musiktheaters, Lexikon.
Reischert, Alexander, Kompendium der musikalischen Sujets. Ein Werkkatalog, Kassel u. a.: Bärenreiter 2001.
Fassbind-Eigenheer, Ruth, Undine oder Die nasse Grenze zwischen mir und mir. Stuttgart 1994.
Schläder, Jürgen, Undine auf dem Musiktheater, Göttingen 1979
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Parallelvertonungen

Musikwissenschaftliches Institut der Ruhr-Universität Bochum
- Wintersemester 2002/03 -

Dr. Wolfgang Winterhager 040565
(Mo. 12-14 Uhr)
Historischer Schein / Analytischer Schein
Sprachnachweise: Englisch, Französisch

Kurzbeschreibung:
Neben Werken, in denen über Jahrhunderte hinweg immer dieselben 'standardisierten' Gesangstexte vertont worden sind (wie etwa die lateinische Messe) gibt es im Fundus der Musikgeschichte eine Fülle von Kompositionen, in denen - wie im Falle von Klavierliedern - lyrische Texte mehrfach vertont wurden. Auflistungen von Liedern auf Texte von Goethe, Heine oder Eichendorff füllen bisweilen mehrere Bände. Häufig ist auch die Konstellation anzureffen, daß dieselben außermusikalischen Sujets in verschiedene musikalische Kontexte integriert werden. Beispiel hierfür ist etwa Maurice Maeterlincks Drama Pelléas et Melisande, das Claude Debussy zur Komposition einer Oper, Arnold Schönberg zu einer Symphonischen Dichtung, Gabriel Fauré zu einer Orchestersuite und Jean Sibelius zu einer Schauspielmusik angeregt hat. Im Seminar sollen beide Typen der Mehrfachvertonung analysiert werden. Eine Werkliste wird zu Beginn des Semesters verteilt; es kann auch auf Wünsche der Seminarteilnehmer eingegangen werden.

Literatur:
· Reischert, Alexander: Kompendium der musikalischen Sujets. Ein Werkkatalog, 2 Bde., Kassel u.a. 2001
· Metzner, Günter: Heine in der Musik, Bibliographie der Heine-Vertonungen, 12 Bde., Tutzing 1989-1994.
· Schuh, Willi: Goethe-Vertonungen. Ein Verzeichnis, Zürich [1952].
· Düring, Werner-Joachim: Erlkönig-Vertonungen. Eine historische und systematische Untersuchung, Regensburg 1972.
· [Lesle, Lutz (Hg)]: Dichterliebe. Heinrich Heine im Lied. Ein Verzeichnis der Vertonungen von Gedichten Heinrich Heines, zusammengestellt zum 175. Geburtstag des Dichters, Hamburg 1972.


Echos zum Buch - Rezensionen und Präsentationen
Rezension pizzicato