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[aluan] Das Mannheimer Streichquartett blickt mittlerweile auf eine ebenso lange wie beeindruckende Vita zurück: 1975 im Geiste jener namensgebenden "Mannheimer Schule" gegründet, die während des 18. Jahrhunderts maßgeblich zur Entstehung der Gattung Streichquartett beitrug, haben sich die vier Musiker längst auch jenseits des klassischen Repertoires internationales Renommee erworben.
Den Beweis tritt das in Essen beheimatete Ensemble nun am 2. Juli 2004 im Konzerthaus Dortmund an, wenn dort neben Haydns "Lobkowitz-Quartett" in G-Dur (op. 77,1) und Schuberts romantischem Gattungsbeitrag "Rosamunde" (D 804) ein Werk der späten 1980er Jahre erklingt: Das Streichquartett "Eight colors" des weltweit als Filmmusik- und Opernkomponist gefeierten Tan Dun repräsentiert dessen erste praktische Auseinandersetzung mit der jüngeren abendländischen Musiktradition, wozu er nach eigener Aussage Materialien seiner (chinesischen) Kultur mit neuen Elementen mischte, um damit "zur westlichen Idee der Atonalität etwas beizusteuern und sie neu aufzufrischen."
2. Juli 2004 im Konzerthaus Dortmund / Philharmonie für Westfalen Ausführende: Mannheimer Streichquartett (Andreas Krecher, Shinkyung Kim, Niklas Schwarz, Armin Fromm) |
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