7. Philharmonisches Konzert

Kreative Nachlassverwalter

[aluan] Zu allen Zeiten haben sich Komponisten nicht nur des reichen literarischen Fundus vergangener Jahrhunderte bedient, sondern zuweilen auch im eigenen Revier gewildert – und mit der Verarbeitung von "fremdem" Tonmaterial dem Urheber zugleich künstlerisch ihren Respekt bezeugt. Zu den auf solche Weise Geehrten zählt Joseph Haydn, dessen Cellokonzert in D-Dur aus dem Jahre 1783 einen Schwerpunkt des Konzertabends bildet. Aus einem Divertimento dieses Wiener Klassikers wählte sich Johannes Brahms 90 Jahre später ein Thema für seine Orchestervariationen op. 56a, die den Ruf des gebürtigen Hamburgers als hoffnungsvoller Sinfoniker – drei Jahre vor Fertigstellung seiner Sinfonie Nr. 1 – begründeten. Der mit ihm befreundete Robert Schumann hatte noch kurz vor seinem Tod eine Tonfolge zu Papier gebracht, welche der 1936 geborene Aribert Reimann zum Ausgangspunkt seiner "Sieben Fragmente – In Memoriam Robert Schumann" machte.
Eine humorvolle Abrundung erfährt das Programm durch die Tondichtung "Till Eulenspiegels lustige Streiche" von Richard Strauss, für die der zum Entstehungszeitpunkt 31-Jährige auf eine der berühmtesten Volksdichtungen Europas zurückgriff. Das Philharmonische Orchester Dortmund unter Arthur Fagen begrüßt als Solist des Abends den Pergamenschikow-Schüler Alban Gerhardt, der sich als ECHO-Preisträger und Gewinner diverser Musikwettbewerbe international in der ersten Garde der Cellisten etabliert hat.

7., 8. und 9. April 2003 im Konzerthaus Dortmund / Philharmonie für Westfalen
Ausführende: Alban Gerhardt, Violoncello; Philharmonisches Orchester Dortmund; Ltg.: Arthur Fagen

Programmabfolge

Aribert Reimann: "Sieben Fragmente – In Memoriam Robert Schumann"

Joseph Haydn: Konzert für Violoncello und Orchester D-Dur

Johannes Brahms: Variationen über ein Thema von Joseph Haydn op. 56a

Richard Strauss: "Till Eulenspiegels lustige Streiche" op. 28




3. Kammerkonzert
5. Kammerkonzert