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[aluan] "'Legends' vermag eine mystische, zeitlose Atmosphäre zu vermitteln und erreicht diese überzeitliche Ausdruckstiefe ohne erzwungene Orchestereffekte", so schrieb die Chicago Tribune über jene 20-minütige Komposition der mittlerweile mehrfach ausgezeichneten Wahlamerikanerin Shulamit Ran, die diesen Konzertabend eröffnet. Legendär auch das öffentliche Echo auf César Francks Sinfonie d-Moll gut hundert Jahre zuvor: Herbes Unverständnis insbesondere aus dem Kollegenkreis, das darin gipfelte, der Komponist habe hier "das Bekenntnis zur Impotenz bis zum Dogma getrieben" (Ch. Gounod), ließ bereits damals einen zukunftsweisenden Geniestreich Francks vermuten, der aber erst nach dessen Tod seine Würdigung finden sollte. Ergänzt wird dieses sinfonische Programm durch das letzte Solokonzert Mendelssohn Bartholdys. Den Solistenpart übernimmt mit der Virtuosin Midori ein Japanerin, die das Zeug zur Violinistinnenlegende hat: Bereits als Elfjährige feierte sie ihr triumphales Debüt mit dem New York Philharmonic Orchestra unter Zubin Mehta.
6., 7., 8. Januar 2003 im Konzerthaus Dortmund / Philharmonie für Westfalen Ausführende: Midori, Violine; Philharmonisches Orchester Dortmund; Ltg.: Arthur Fagen |
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