3. Kammerkonzert

Zauber der Harfe

[aluan] Auf eine langjährige und überaus erfolgreiche Zusammenarbeit können das 1984 gegründete Parisii-Quartett und die französische Harfenistin Isabelle Moretti zurückblicken, die nun gemeinsam im 3. Kammerkonzert der Saison seltene Kleinode des kammermusikalischen Repertoires präsentieren. Neben dem beethovenschen Streichquartett op. 18,1 erklingen nämlich die Harfenquintette von E.T.A. Hoffmann und André Caplet sowie die Arabeske "Le rossignol" von Franz Liszt. Für Freunde der programmatischen Komposition dürfte insbesondere das "Conte fantastique" des Franzosen Caplet aus dem Jahre 1923 von besonderem Reiz sein, liegt diesem doch die Erzählung "Die Maske des Roten Todes" von Edgar Allan Poe zu Grunde. Der romantische Dichter-Komponist Hoffmann indes hat sich mit seinem Quintett für Harfe und Streichquartett jedes außermusikalischen Bezugs enthalten, das als Unikat dieser ungewöhnlichen Besetzung für die Epoche der Klassik einen festen Platz in der Musikhistorie einnimmt.
Teile dieses Programms spielten die Musiker bereits auf Tonträgern ein und wurden dafür von der internationalen Fachpresse enthusiastisch gefeiert. Das Theater Dortmund präsentiert hier als Veranstalter ein außergewöhnliches Klangereignis von höchster interpretatorischer Qualität, bei dem mit der Harfe jenes Instrument im Mittelpunkt steht, über das ein Komponist unserer Tage konstatierte, es verschließe sich "keinem Ausdrucksbereich der menschlichen Seele".

3. Februar 2003 im Konzerthaus Dortmund / Philharmonie für Westfalen
Ausführende: Isabelle Moretti (Harfe) und das Parisii-Quartett

Programmabfolge

Ludwig van Beethoven: Streichquartett D-Dur op. 18,1

André Caplet: "Conte fantastique" für Harfe und Streichquartett

Franz Liszt: "Le rossignol". Air russe d’Alabieff in der Version für Harfe solo

E.T.A. Hoffmann: Quintett für Harfe und Streichquartett c-Moll




4. Philharmonisches Konzert
7. Philharmonisches Konzert