2. Kammerkonzert

Russische Meisterpianistin mit Konzerthaus-Debüt

[aluan] Die vor Jahresfrist beim Internationalen Schubert-Klavierwettbewerb zur Siegerin gekürte Russin Olga Filatova gibt heuer ihren Einstand im neuen Dortmunder Konzerthaus. Damit kehrt die 29-Jährige in die Stadt ihres letztjährigen Triumphs zurück, dem bereits Erste Preise in Wien (1995) und Moskau (2000) vorangegangen waren. Mittlerweile ist Filatova nicht nur in ihrer Heimat und dem übrigen Europa, sondern auch in den USA eine gern gehörte und viel gefragte Pianistin.
Auf dem Dortmunder Programmzettel findet sich natürlich auch Franz Schubert wieder, aus dessen Spätwerk die vier Impromptus D 899 erklingen. Sie entstanden 1827, dem Todesjahr Ludwig van Beethovens, welchem Schubert übrigens als Fackelträger das letzte Geleit gab. Aus dem beethovenschen Schaffen präsentiert die Klaviervirtuosin das Opus 27/2, landläufig bekannt unter dem von einem zeitgenössischen Rezensenten geprägten Beinamen „Mondscheinsonate“, welcher maßgeblich zu Popularität wie Missdeutung dieses Meisterwerks beigetragen hat. Das Konzertprogramm wird durch die Klaviersonate Nr. 6 von Sergej Prokofjew abgerundet, die in ihrem Ton das Kriegsszenario der Entstehungszeit widerspiegelt. Der Landsmann Filatovas beendete seine Komposition im Februar 1940, als der Zweite Weltkrieg bereits in vollem Gange war.

25. November 2002 im Konzerthaus Dortmund / Philharmonie für Westfalen
Ausführende: Olga Filatova, Klavier

Programmabfolge

Ludwig van Beethoven: Klaviersonate in cis-Moll op. 27,2 ("Mondscheinsonate")

Franz Schubert: Impromptus D 899 Nr. 1-4 (op. 90)

Sergej Prokofiew: Klaviersonate Nr. 6 in A-Dur op. 82




2. Philharmonisches Konzert
4. Philharmonisches Konzert