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"Kammermusikalische Echos aus zwei Lebenskrisen" |
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Einführungstext zum 6. Kammerkonzert am 26.6.2004 |
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Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791): Quintett für Klarinette, 2 Violinen, Viola und Violoncello A-Dur KV 581 ("Stadler-Quintett")
Franz Schubert (1797-1828): Oktett für Klarinette, Horn, Fagott, Streichquartett und Kontrabass F-Dur D 803
Ausführende: Ursula Maria Berg (Violine), Alvaro Palmen (Violine), Martina Horejsi (Viola), Daniel Raabe (Violoncello), Henning Rasche (Kontrabass), Oliver Schwarz (Klarinette), Rainer Schönstätt (Fagott), Ricardo Almeida (Horn)
Kölner Philharmonie, 15 Uhr ___________________________________
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Kammermusikalische Echos aus zwei Lebenskrisen |
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Nein, 1789 war für Mozart kein glückliches Jahr: zunächst der wegen seiner gesellschaftlichen Verpflichtungen notwendig gewordene, jedoch mit höheren Lebenshaltungskosten verbundene Umzug aus einem Wiener Vorstadtquartier in das Haus "Zur Mutter Gottes" am Judenplatz, von April bis Juni dann die Kräfte zehrende und letztlich nahezu fruchtlose Reise über Prag und Leipzig bis nach Berlin (und zurück), schließlich im Juli die schwere Erkrankung von Constanze. Und all dies unter dem Damoklesschwert des immer realer werdenden Bankrotts, wie der Komponist am 12. Juli seinem Logenbruder, dem Freimaurer und Kaufmann Michael Puchberg, anvertraute: "Gott! Ich bin in einer Lage, die ich meinem ärgsten Feind nicht wünsche; und wenn Sie bester Freund und Bruder mich verlassen, so bin ich unglücklicher und unschuldigerweise sammt meiner armen kranken Frau und Kind verlohren." ...
Anfang 1824 blickte auch Franz Schubert auf ein schwieriges Jahr zurück: Akute gesundheitliche Probleme, die ihn sogar zu einem vorübergehenden Krankenhausaufenthalt gezwungen und ihn körperlich gezeichnet hatten. Daneben häuften sich kompositorische und damit auch finanzielle Misserfolge mit seiner (nicht aufgeführten) Oper "Fierabras" sowie der Schauspielmusik zu "Rosamunde, Fürstin von Cypern", die im Verbund mit dem fragwürdigen Drama der Helmina von Chézy lediglich zweimal dargeboten wurde. Und dazu das Gefühl der zunehmenden Vereinsamung, das sich trotz seiner Wohngemeinschaft mit Josef Huber nun immer öfter einstellte ... |
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