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Wer kennt sie schon, die Lithanders, Crusells oder die beiden deutschen Immigranten Fredrik Pacius und Conrad Greve, die gemeinsam das Who’s who der finnischen Komponistenszene des 18. bzw. der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts bildeten? Und gerade einmal eine Sinfonie (von Ernst Mielck aus dem Jahre 1897) dürfte die nationale Musikgeschichtsschreibung gegen Ende jenes Säkulums für sich beanspruchen. Ohne Anmaßung kann behauptet werden: Zu diesem Zeitpunkt war die "russische Provinz" Finnland aus europäischer Sicht ein musikalisches Niemandsland – ganz im Gegensatz übrigens zu Nachbarstaaten wie Schweden oder Dänemark. Vor diesem Hintergrund müssen die Leistungen eines Jean Sibelius und seiner zahlreichen, Musik ausübenden Nachfahren mit umso größerem Erstaunen zur Kenntnis genommen werden, als heute das lediglich fünf Millionen Einwohner zählende Land zu den regesten Musiknationen Skandinaviens gehört und sich während der letzten Jahrzehnte eine beeindruckende Zahl von finnischen Komponisten wie Interpreten und Ensembles international etabliert hat. Auslöser dieses Booms war jener Junge, der am 8. Dezember 1865 in der südfinnischen Provinzhauptstadt Hämeenlinna rund hundert Kilometer von Helsinki das Licht der Welt erblickte ... |
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