Who's who der Musikwelt

Pseudonym  Bürgerlicher Name  Erläuterung 
Adagio-Komponist  Bruckner, Anton (1824-1896)  Diesen Beinamen verdankt der Österreicher dem berühmten zweiten Satz seiner Sinfonie Nr. 3 (Adagio, bewegt, quasi Andante).  
Ägyptens Verdi  Darweesh, Sheikh Sayyed (1892-1923)  Darweesh, der klassische Kompositionen für kleine Ensembles und Operetten für Theater in Kairo schrieb, gab sich diesen Beinamen selbst. 
Albrecht Dürer der deutschen Musik  Bach, Johann Sebastian (1685-1750)   Dieser Beiname für den Thomaskantor wurde von Johann Friedrich Rochlitz geprägt.  
America's First Lady of the Piano  Laredo, Ruth (1935-2005)   Die 1935 in Detroit geborene Pianistin erhielt den Beinamen bereits früh in ihrer Karriere, als sie mit ihrer (weiblichen) Interpretation und Einspielung der bis dahin vornehmlich männlichen Virtuosen vorbehaltenen Werke von Skrjabin und Rachmaninow für Aufsehen sorgte.  
America's Queen of Opera  Sills, Beverly (1929-2007)   
Amerikanischer Brahms  Sessions, Roger (1896-1985)   
Amerikanischer Chopin  Gottschalk, Louis Moreau (1829-1869)   
Amerikanischer Mozart  Liberace, Wladziu (Walter) Valentino (1919-1987)  Der aus Wisconsin gebürtige Liberace begann bereits als Vierjähriger mit dem Klavierspiel und debütierte mit 14 Jahren als Solist beim Chicago Symphony Orchestra. 
Andrea da Canaregio   Gabrieli, Andrea (um 1510-1586)  Zeitgenössische Namensbezeichnung aufgrund seines Geburtsorts Canaregio, eines Stadtteils von Venedig  
Angelico maestro  Pergolesi, Giovanni Battista (1710-1736)   Geprägt von Vincenzo Bellini. 
Angelo di Roma  Moreschi, Alessandro (1858-1922)  Moreschi, gestorben1922 in Rom, war einer der letzten Kastraten und der einzige, von dem uns Tonaufnahmen vorliegen. 
Anzengruber der Oper  Bittner, Julius (1874-1939)   Bittner hat sich als Opernkomponist und eigener Librettist mit Texten typisch österreichischer Prägung international einen Namen gemacht. 
Arabellissima   Della Casa, Lisa (*1919)   
Arabischer Bartók   Takács, Jenö (1902-2005)   Geprägt von Wolfgang Suppan. 
Aristoxenos junior   Mattheson, Johann (1681-1764)  Pseudonym für den berühmten Musiktheoretiker 
Aschbacher Mozart  Mersey, Rudolf (1867-1949)   
Atonaler Geräuschemacher  Hindemith, Paul (1895-1963)   Im Dezember 1934 wurde Hindemith vom Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda Joseph Goebbels als "atonaler Geräuschemacher" gebrandmarkt. Im Oktober 1936 erging dann ein Aufführungsverbot gegen Hindemiths Werke in Deutschland. 
Bacciccia  Ricciotti, Carlo (ca. 1681-1756)  Auch bekannt unter dem Namen Charles Bachiche. 
Bachs Trompeter  Reiche, Gottfried (1667-1734)  Der in Weißenfels geborene Trompeter, Stadtpfeifer und Komponist zählte zu den wichtigsten Instrumentalisten für Bach bei dessen Antritt des Thomaskantorats im Jahre 1723. Vermutlich ist der hohe technische Anspruch so mancher Bläserpartie in den Bachschen Werken dieser Zeit auf das Können von R. zurückzuführen, zumal sich nach dem Tod des Blasvirtuosen die Stimmführung in den hohen Blasinstrumenten bei Bach spürbar vereinfacht zeigt. 
Bad Boy of American Music  Antheil, George (1900-1959)  Antheil hat sich selbst diesen Beinamen gegeben. 
Badischer Mozart  Kraus, Joseph Martin (1756-1792)   
Baskischer Mozart  Arriaga, Juan Crisóstomo (1806-1826)   
La Bastardella  Agujari, Lucrezia (1743-1783)  Die spätere Sängerin, auch "La Bastardina" genannt, war ein Findelkind, das von Leopoldo Agujari gefunden und adoptiert wurde. 
Bayerischer Strauß  Streck, Peter (1797-1864)  Der gebürtige Gersfelder wurde während einer Konzertdarbietung vom bayerischen König Ludwig I. entdeckt und als Militärmusiker nach München geholt. Dort wirkte er als General-Musikmeister der Bayerischen Armee. Seinen volkstümlichen Walzer-Kompositionen verdankt Streck diesen Beinamen. 
Beethoven der Flöte  Kuhlau, Friedrich (1786-1832)   
Beethoven der Gitarre (1)  Matiegka, Wenzeslaus (1773-1830)   
Beethoven der Gitarre (2)  Sor, Fernando (1778-1839)   
Beethoven of America  Heinrich, Anthony Philip (1781-1861)  Unter seinen Zeitgenossen verbreiteter Beiname (erstmals 1822 in einem Bostoner Blatt) für den gebürtigen Böhmen, der auch als "Beethoven of Louisville" bezeichnet wurde. 
Belgischer Orpheus  Orlando di Lasso (1532-1594)   
Benedetto della tiorba  Ferrari, Benedetto (1604-1681)   
Bergischer Brahms  Sträßer, Ewald (1867-1933)   
Berliner Bach   Bach, Carl Philipp Emanuel (1714-1788)  Friedrich II. machte Bach nach seiner Krönung zum Cembalisten seiner Hofkapelle in Berlin; insgesamt stand Carl Philipp 30 Jahre in den Diensten des Preußenkönigs. 
Black Chopin  Lamothe, Lodovic (1882-1953)   
Black Venus of Bayreuth  Bumbry, Grace (*1937)   
Böhmischer Bach  Zelenka, Jan Dismas (1679-1745)   
Böhmischer Brahms  Dvorák, Antonin (1841-1904)    
Böhmischer Händel  Habermann, Johann Wenzel (1706-1783)   
Böhmischer Mozart (1)  Brixi, Frantisek Xaver (1732-1771)   
Böhmischer Mozart (2)  Mysliveček, Josef (1737-1781)   
Böhmischer Sousa  Fučík, Julius Ernest Wilhelm (1872-1916)   
Il Bolognese  Corelli, Arcangelo (1653-1713)   
Li Bossu  Adam de la Halle (ca. 1237-1287)  Der Beiname des Komponisten (dt.: der Bucklige) lässt eine körperliche Behinderung vermuten. Gegen eine derartige körperliche Einschränkung spricht allerdings das biografische Faktum, dass Adam de la Halle um 1250 die Schule der Zisterzienserabtei Vaucelle besuchte mit dem Ziel, Kirchenmusiker zu werden; denn Behinderte durften nach altem Kirchenrecht nicht geweiht werden. 
Botschafterin des deutschen Liedes  Rothenberger, Anneliese (1926-2010)    
Bückeburger Bach   Bach, Johann Christoph Friedrich (1732-1795)  Wenige Monate vor dem Tod seines Vaters wurde Johann Christoph Friedrich Bach Kammermusiker am Hof der Grafen von Schaumburg-Lippe in Bückeburg, ab 1758 übernahm er dort das Konzert- und Kapellmeisteramt.  
Il Buranello   Galuppi, Baldassare (1706-1785)  Galuppi erblickte in Burano, einem kleinen Fischerort auf einer Insel der Lagune von Venedig, das Licht der Welt. 
Carlo del Violino  Mannelli, Carlo (1640-1697)   
Il caro sassone (1)  Händel, Georg Friedrich (1685-1759)    
Il caro sassone (2)  Hasse, Johann Adolph (1699-1783)   
Caruso der Trompete  Nakariako, Sergej (*1977)  Geprägt 1977 von "Musik und Theater". 
Caruso des Ostens  Schmidt, Josef (1904-1942)   
Caterinuccia  Martinelli, Caterina (1589-1608)   
La Cecchina  Caccini, Francesca (1587- ca. 1640)   
Chopin Brasiliens  Nazareth, Ernesto (1863-1934)    
Chopin der Gitarre (1)  Bobrowicz, Jan Nepomucen (1805-1881)   Der polnische Gitarrenvirtuose und Komponist trat nach seiner Emigration nach Deutschland u.a. mit Clara Wieck im Leipziger Gewandhaus auf; Franz Liszt prägte diesen Beinamen.  
Chopin der Gitarre (2)  Mangoré, Agustín Barrios (1885-1944)   Als letzter großer romantischer Gitarrenkomponist erhielt der gebürtige Paraguayer, der als Erster auf seinem Instrument eine vollständige Bach-Suite im Konzert spielte, diesen Beinamen. 
Chopin des Nordens  Grieg, Edvard (1837-1907)   Ein von Hans von Bülow geprägter Beiname für den gebürtigen Norweger. 
Chopin des 17. Jahrhunderts  Kerll, Johann Caspar (1627-1693)   
Cicero der Musik   Maschitti, Michele (1664-1760)   Der Beiname wurde geprägt von Hubert le Blanc, der schwärmte, dass Maschittis "unvergleichliche Sonaten wie das Zwitschern der Nachtigall sich hören lassen, weit entfernt von den trivialen Arien der Hänflinge". Dessen 1704 veröffentlichten Sonaten op. 1 waren die ersten italienischen Sonaten, die in Paris publiziert wurden – jene von Corelli folgten erst 1708.  
The Cockney Wagner  Holbrooke, Joseph (1878-1958)   
Le Compositeur Tocqué  Hervé, eigtl. Florimond Ronger (1825-1892)   
Il Corelli del violoncello  Gabrielli, Domenico (1659-1690)  So bezeichnet von E. Albini in Rivista Musicale Italiana XLI (1937). 
Couperin le grand   Couperin, François (1668-1733)  Namenszusatz zur Unterscheidung von den ebenfalls komponierenden, jedoch weniger populären Familienmitgliedern. 
Crazy Queen der Barockoper  Kermes, Simone   
La Cuoghetta  Gabrielli, Caterina (1730-1796)  Diese berühmte Sopranistin, die mit dem Komponisten Joseph Myslivecek eine Liaison hatte, war die Tochter des Kochs des römischen Prinzen Gabrielli und entlehnte dessen Namen für ihre Künstlerkarriere. Der Beiname indes spiegelt ihre eigentliche Herkunft wider - als "kleine Köchin". 
Il Cusanino  Carestini, Giovanni (1700-1760)  Gefördert wurde der italienische Kastrat durch den Mailänder Kardinal Agostino Cusani (1655-1730), daraus erklärt sich der Beiname. 
Daedalus der Sachsen  Silbermann, Gottfried (1683-1753)   
Dänischer Mozart  Kunzen, Friedrich Ludwig Æmilius (1761- 1817)   
Dante der Musik  Beethoven, Ludwig van (1770-1827)  Der Komponist Johann Simon Mayr (1763-1845) prägte diesen Beinamen für den gebürtigen Bonner. 
The Dean of American Composers  Copland, Aaron (1900-1990)   
The Dean of Canadian Classical Composers  Weinzweig, John (1913-2006)   
The Dean of Canadian Film Composers  Rathburn, Eldon (1916-2008)   
Deutsche Callas  Silja, Anna (*1940)   
Deutscher Gershwin  Gebhardt, Rio (1907-1944)   
Die deutsche Nachtigall  Sack, Erna (1898-1972)  Deutsche Sopranistin, die in der Lage war, das viergestrichene c zu singen.  
Il Dissonante   Banchieri, Adriano (1558-1634)  Diesen Beinamen erhielt der Italiener während seiner Zeit als Leiter der "Accademia de' Filomusici", die er selbst 1614 in Bologna unter dem ursprünglichen Namen "Accademia de' Floridi" gegründet hatte.  
Il divino Boemo   Mysliveček, Josef (1737-1781)   Dank seiner Opern wurde der u.a. in Venedig wirkende Tscheche zum Liebling der Italiener und verdiente sich den Beinamen "der göttliche Böhme". 
Doyenne of English Clarinettists  King, Thea (1925-2007)   
Englischer Brahms  Elgar, Edward (1857-1934)   
Englischer Debussy   Delius, Frederick (1862-1934)   
Englischer Liszt  Litolff, Henry Charles (1818-1891)   
Englischer Mozart   Wesley, Samuel (1766-1837)  Bereits mit acht Jahren hatte der Brite groß angelegte Werke komponiert, darunter ein vollständiges Oratorium oder mehrere Sinfonien in D-, A- und Es-Dur sowie die "Sinfonia obligato". 
Englischer Orpheus  Dowland, John (1563-1626)   
Englischer Rachmaninow  Bowen, York (1884-1961)  (The British Rachmaninov) 
Der Erbe Beethovens  Brahms, Johannes (1833-1897)  Joseph Hellmesberger sen. formulierte dies im November 1862, wenige Wochen nach Brahms' Ankunft in Wien, in Anlehnung an die schumannsche "Prophezeiung" von 1853. 
Erfinder des Basso continuo  Viadana, Lodovico da (1560-1627)   
Eusebius  Schumann, Robert (1810-1856)  Als Mitglied der fiktiven "Davidsbündler" neben "Florestan" eines der Pseudonyme des Musikkritikers R.S. 
Fanfarenschmied von Prenzlau  Henrion, Richard (1854-1940)   
Fiddler Tam  Erskine, Thomas (1732-1781)   
Finnischer Schubert  Kilpinen, Yrjö (1892-1959)   
Finnlands Rachmaninov  Marttinen, Tauno (1912-2008)   
Il Fiorentono  Veracini, Francesco (1690 - um 1750)   
First Lady der Blockflöte  Petri, Michaela (*1958)   
First Lady of the Organ  Alain, Marie-Claire (*1926)  in den USA gebräuchlicher Beiname für die französische Orgelvirtuosin. 
Florestan   Schumann, Robert (1810-1856)  Als Mitglied der fiktiven "Davidsbündler" neben "Eusebius" eines der Pseudonyme des Musikkritikers R.S.  
Fränkischer Mozart  Kraus, Joseph Martin (1756-1792)   
Französischer Bach  Grigny, Nicolas de (1672-1703)  Er war einer der berühmtesten Organisten des späten 17. Jahrhunderts in Frankreich, der sich mit seinem 1699 veröffentlichten "Livre d'Orgue" - vergleichbar dem 13 Jahre jüngeren Johann Sebastain Bach - als Vollender zeitgenössischer Traditionen und Formen zeigt. 
Französischer Beethoven (1)  Saint-Säens, Camille (1835-1921)  Diesen ehrenvollen Titel brachte dem Franzosen seine 3. Sinfonie ein. 
Französischer Beethoven (2)  Onslow, George (1784-1853)  Angesichts seines reichen Kammermusikschaffens mit 34 Streichquintetten und 35 Streichquartetten erhielt der Franzose diesen Beinamen. 
Französischer Brahms (1)  Franck César (1822-1890)   
Französischer Brahms (2)  Fauré, Gabriel (1845-1924)   
Französischer Mozart (1)  Pleyel, Ignaz Joseph (1757-1831)   
Französischer Mozart (2)  Devienne, François (1759-1803)  Der in Joinville geborene Devienne komponierte bereits mit zehn Jahren seine ersten Werke. 
Französischer Mozart (3)   Françaix, Jean (1912-1997)    
Französischer Schönberg  Koechlin, Charles (1867-1950)   
Franz Schubert des Nordens  Loewe, Carl (1796-1869)   
Frau von Haydn  Boccherini, Luigi (1743-1805)  Geprägt von dem Violonisten Giuseppe Puppo. 
Fünfter Evangelist  Bach, Johann Sebastian (1685-1750)   Angesichts des gigantischen geistlichen Gesamtoeuvres und seiner tiefsinnigen musikalischen Textausdeutung bis hin zu partiturimmanenter christlicher Zahlensymbolik erhielt der Barockmeister diesen Beinamen von dem schwedischen Erzbischof Nathan Soederblom (1866-1931). Vom schweizerischen Organisten Hans-Ruedi Schütz (*1950) stammt der Ausspruch: "Bach ist der 5. Evangelist. Sein Evangelium predigt er mit seiner vollkommenen Musik." 
Fürst der Musik  Josquin Desprez (um 1440-1521)  Desprez galt als einer der angesehensten Komponisten seiner Zeit. 
Fugenpapst  Gedalge, André (1856-1926)   Seit 1905 als Professor für Kontrapunkt und Fuge am Pariser Conservatoire wirkende Gedalge war unter seinen Schülern, zu denen u.a. George Enescu, Maurice Ravel, Arthur Honegger, Darius Milhaud, Jacques Ibert, Florent Schmitt oder Charles Koechlin zählten, unter diesem Spitznamen berühmt-berüchtigt. 
Gaultier d'Angleterre  Gaultier, Jacques (um 1595- nach 1660)  Über ihn ist nur wenig bekannt; als gesichert gilt aber, dass er 1617 sein Heimatland verließ und in England als gefeierter Lautenist am Hof der Könige Jakob I. und Karl I. wirkte. 
Geiger des Himmels  Veracini, Francesco (1690-1768)   
Germaniae Lumen  Schütz, Heinrich (1585-1672)  Als Schütz 1672 in der Vorhalle der alten Dresdner Frauenkirche beigesetzt wurde, befestigte man dort zur Erinnerung eine Messingtafel mit folgenden Worten: "Heinricus Schützius, Assaph Christianus, Exterorum Delicium, Germaniae Lumen" (dt.: "Heinrich Schütz, der christliche Psalmsänger, eine Kostbarkeit den Fremden, für Deutschland ein Licht") 
Gershwin unter den Frauen  Dring, Madeleine Winefride (1923-1977)   
Goethe-Kayser  Kayser, Philipp Christoph (1755-1823)  Geprägt von Baseler Musikwissenschaftler Edgar Refardt in seiner als
"Nachklang zum Goethejahr 1949" vorgelegten gleichnamig betitelten Schrift. 
Gran Vegliardo  Verdi, Giuseppe (1813-1901)  Von seinen Landsleuten so bezeichnet. 
Grappelli der Barock-Musik   Manze, Andrew (*1965)   Nach dem berühmten Jazzgeiger Stéphane Grappelli geprägter Beiname für den Alte-Musik-Spezialisten Manze, der ebenso wie jener herausragende Fähigkeiten in der Improvisation besitzt. 
Händel des 17. Jahrhunderts  Carissimi, Giacomo (1605-1674)  Diesen Beinamen erhielt der Römer auf Grund seines wegweisenden Oratorienschaffens. 
Händel von Maine  Belcher, Supply (1751-1836)  Verfasser von Hymnenmelodien im US-Bundesstaat Maine 
Hallescher Bach  Bach, Wilhelm Friedemann (1710-1784)   
Hamburger Bach  Bach, Carl Philipp Emanuel (1714-1788)  Nachdem Bach 1768 den Hof des Preußenkönigs in Berlin verlassen hatte, wurde er - übrigens als Nachfolger seines Patenonkels Georg Philipp Telemann - Musikdirektor der Hansestadt Hamburg, Kantor des dortigen Johanneums und Oberaufseher über die Kirchenmusik der Stadt. 
Harry Potter der britischen Musik  Harding, Daniel (*1975)   
Herr und Gigant unter den Pianoforte-Spielern   Beethoven, Ludwig van (1770-1827)  Geprägt von Johann Wenzel Tomaschek, der alle Klaviervirtuosen der Mozart-Zeit kannte. 
Hiller des Südens  Lachner, Franz (1803-1890)   Geprägt von Grove in Bezug auf die überragende Bedeutung Lachners für das damalige Münchner Musikleben. 
Hohepriesterin Bachs  Tureck, Rosalyn (1914-2003)  Der Beiname "High Priestess of Bach" enstammt dem Nachruf von Ben Mattison in dem US-Klassikmagazin "andante". Tureck hatte sich als anerkannte Tastenvirtuosin in den reiferen Jahren ihrer Karriere nahezu ausschließlich auf das Werk Johann Sebastian Bachs konzentriert und war zeitlebens um eine möglichst werkgetreue Interpretation seiner Werke bemüht. Neben ihrem jahrzehntelangen pädagogischen Engagement trat die weltweit geschätzte Bach-Interpretin 1959 auch als Autorin mit dem Werk "An Introduction to the Performance of Bach" an die Öffentlichkeit, gründete 1966 die International Bach Society in New York sowie 1994 die Tureck Bach Research Foundation. 
Hohepriesterin des Gesangs   Norman, Jessye (*1945)   
Hohepriesterin des modernen Liedes  Gauthier, Éva (1885-1958)   
Horowitz des Akkordeons  Galla-Rini, Anthony (1904-2006)   
Inventor of religious kitsch in music  Mendelssohn Bartholdy, Felix (1809-1847)  Der Beiname "Erfinder des religiösen Kitschs in der Musik" wurde 1995 von dem Musikforscher Charles Rosen geprägt. 
Israels First Lady des Klaviers   Saltzman, Pnina (1932-2006)    
Italienischer Mozart (1)  Paisiello, Giovanni (1740-1816)   
Italienischer Mozart (2)  Rossini, Gioachino (1792-1868)   
Jenaer Bach  Bach, Johann Nikolaus (1669-1753)  Ab 1696 versah Bach das Organistenamt an der Stadt- sowie an der Kollegialkirche in Jena, wo er 57 Jahre später auch verstarb. 
John of London  Loeillet, John (1680-1730)  Der gebürtige Genter erhielt zur Unterscheidung von seinem Vetter Jean-Baptiste Loeillet de Gant zu seiner Londoner Zeit einfach diesen Beinamen.  
Kaiserin des modernen Cembalos  Chojnacka, Elisabeth (*1939)   Diesen Beinamen prägte "Le Monde". 
Karajan des 21. Jahrhunderts  Gergiev, Valery (*1953)  Geprägt von Bertrand Dermoncourt, dem Redakteur des französischen "Express". 
Katholischer Bach  Zelenka, Jan Dismas (1679-1745)   
King of Ragtime  Berlin, Irving (1888-1989)  Der Erfolg des amerikanischen Komponisten wurde insbesondere durch seine Ragtime-Kompositionen begründet. 
Klavierpapst  Schonberg, Harold C. (1915-2003)  Beiname dieses legendären US-amerikanischen Musikrezesenten 
Kleiner Glinka   Glasunow, Alexander (1865-1936)   
Kleiner Mozart der Champs-Elysées  Offenbach, Jacques (1819-1880)  Aufgrund seiner Kompositionsweise erhielt der gebürtige Kölner und Wahl-Pariser diesen Beinamen von seinem Kollegen Gioacchino Rossini.  
Klopstock der Töne  Bach, Carl Philipp Emanuel (1714-1788)   In Entsprechung zu den literarischen Epochenbezeichnungen war man auch in der musikalischen Kunst immer wieder bestrebt, vergleichbare Charakteristika auszumachen. So rechnet man Bach stilistisch dem Zeitalter der Empfindsamkeit zu; und der herausragende literarische Exponent jener Epoche verhalf dem Musiker denn auch zu diesem Beinamen.  
König der Bässe  Ghiaurov, Nikolai (1929-2004)  Der in Bulgarien geborene Ghiaurov, der 1985 die österreichische Staatsbürgerschaft annahm, erhielt diesen Beinamen aufgrund seiner vollen und farbigen Bassstimme. Zu seinen erfolgreichsten Partien zählten Boris Godunow, Don Giovanni, Philipp II. in Verdis "Don Carlos" und Mephisto in Gounods "Faust". 
König der Operette von Shanghai  Schönbach, Leo (1892-1945)   Der gebürtige Hallenser war als Pianist, Cellist und Kapellmeister tätig, bevor er 1933 mit Berufsverbot belegt wurde. Als Leiter der Jüdischen Chorvereinigung wurde er 1939 verhaltet, konnte aber noch ins Exil nach Shanghai emigrieren, wo er sich trotz schwieriger Bedingungen einen überregionalen Ruf erwarb. 
König der Orgel  Rottmanner, Eduard (1809-1843)   
König der Trompeter  Güttler, Ludwig (*1943)  Der weltweit gefeierte Virtuose an der Trompete wie auch an anderen Blechblasinstrumenten (insb. Corno da caccia) machte sich ebenfalls als Musikforscher und als Veranstalter einen Namen. 
König des Belcanto  Tauber, Richard (1891-1949) eigtl. Richard Denemy   
König des Marsches   Sousa, John Philip (1854-1932)  "The March King" 
Königin der Königinnen unter allen Sängern  Ponselle, Rosa (1897-1981)   Luciano Pavarotti über die Sopranistin, die von Maria Callas als "größte Sängerin von uns allen" bezeichnet wurde.  
Königin der Koloratur  Gruberova, Edita (*1946)   
Königin des Klavierspiels  Schumann, Clara, geb. Wieck (1819-1896)  Mit diesem Beinamen wurde die Gattin Robert Schumanns von Zeitgenossen geehrt. 
Königssänger  Farinelli, eigt. Carlo Broschi (1705-1782)   
Komponistenflüsterer   Dahl, Nikolai (1860-1939)  Ein Neurologe und Psychotherapeut, der bei Rachmaninow mittels Hypnose eine Schreibblokade beseitigte und so die Komposition von dessen 2. Klavierkonzert ermöglichte. 
Der konservative Revolutionär  Brahms, Johannes (1833-1897)   Arnold Schönberg prägte diesen Beinamen für Brahms. 
Kreolischer Chopin  Gottschalk, Louis Moreau (1829-1869)   
La Prudentissima  Freni, Mirella (*1935)  Beiname der aus Modena stammenden lyrischen Sopranistin 
Letzter Romantiker (1)   Strauss, Richard (1864-1949)   
Letzter Romantiker (2)   Pfitzner, Hans (1869-1949)   
Letzter Romantiker (3)   Rachmaninow, Sergej (1873-1943)   
Letzter Romantiker (4)   Berg, Alban (1885-1935)   
Letzter Romantiker (5)  Horowitz, Vladimir (1904-1989)   
Letzter Romantiker (6)   Cherkassky, Shura (1911-1995)  russisch-amerikanischer Pianist 
Lieber Gott der Musik   Bach, Johann Sebastian (1685-1750)   "Schauen wir auf Bach, den lieben Gott der Musik, an den die Komponisten ein Gebet richten sollten, bevor sie sich an die Arbeit setzen, auf dass er sie vor Mittelmässigkeit bewahre. Schauen wir auf sein umfangreiches Werk, in dem wir auf Schritt und Tritt Dingen begegnen, die so lebendig sind, als wären sie erst gestern entstanden, angefangen bei der kapriziösen Arabeske bis hin zu jenem religiösen Verströmen, dem wir bis jetzt nicht Besseres an die Seite stellen konnten. Strenge Richter fällen harte Urteile im Namen der klassischen Konstruktionsregeln, von denen die elementarsten Mechanismen sie keine Ahnung hatten. Ist ihnen überhaupt bekannt, dass niemand die Freiheit und den Fantasiereichtum des Satzes und der Form weiter voran getrieben hat als Bach, einer ihrer Gesetzgeber?" (Claude Debussy)

[Claude Debussy 
Liederfürst  Schubert, Franz (1797-1828)   
Liszt der Cellisten  Popper, David (1843-1913)   
Liszt der Gitarre  Käppel, Hubert (*1951)  Diesen Beinamen verlieh die "Singapore Straight Times" dem in Bensberg bei Köln geborenen Gitarrenvirtuosen und Hochschullehrer. 
Liszt der Orgel (1)  Singer, Pater Peter (1810-1882)  Von Franz Liszt stammt angeblich der Ausspruch: "Bin ich der Paganini des Klaviers, dann ist Pater Peter der Liszt der Orgel." Pater Peter Singer war ein aus Tirol gebürtiger Franziskaner, der im Kloster in Salzburg lebte. 
Liszt der Orgel (2)  Dupré, Marcel (1886-1971)  Vermutlich geprägt von seinem Schüler Olivier Messiaen. 
Liszt des 16. Jahrhunderts  Bull, John (1563-1628)  John Bull war ein englischer Organist und Cembalist. 
Liszt des Violoncellos  Offenbach, Jacques (1819-1880)   
Liszt des Zymbals  Ökrös, Oszkár (*1957)   
Maestro della cabaletta  Pacini, Giovanni (1796-1867)   
Maestro delle nazioni  Tartini, Giuseppe (1692-1770)  Von seinen Zeitgenossen verliehener Ehrentitel für den großen Violinpädagogen, der 1728 in Padua eine Musikakademie gegründet hatte, die von namhaften Musikerpersönlichkeiten aus den verschiedensten Ländern besucht wurde. 
Magier des Nordens  Buxtehude, Dietrich (1637-1707)  Diesen Beinamen erhielt der aus Norddeutschland stammende Musiker aufgrund seines Rufs als außergewöhnlicher Improvisator und Organist. 
Mailänder Bach  Bach, Johann Christian (1735-1782)  1756 ging Bach nach Mailand und wurde dort zunächst Hauskapellmeister des Grafen A. Litta. Als ihm vier Jahre später die vakante Organistenstelle am Mailänder Dom offeriert wurde, nahm er gerne an und konvertierte dafür zum katholischen Glauben. 
Marathon Woman of the Keyboard  Birnie, Tessa (1934-2008)  Birnie, einer der prominentesten Konzertpianistinnen Neuseelands, verdiente sich diesen Beinamen durch ihre Aufführungen von 450 Klavierwerken Franz Schuberts sowie des kompletten Klavierwerks von Joseph Haydn. 
Marlon Brando der Oper  Schrott, Erwin (*1972)   
Matriarch of the Guitar  Augustine, Rose (1910-2003)  Als Präsidentin jener 1947 gegründeten US-Gitarrenfabrik Albert Augustine Ltd., welche als weltweit erste Nylon-Saiten für ihre Instrumente verwendete, rief Rose Augustine nach dem Tod des Firmengründers die "Albert Augustine Foundation" ins Leben und wurde Schirmherrin zahlreicher Wettbewerbe, Kompositionsaufträge, Stipendien und Konzertserien innerhalb der Gitarrenszene. 
Meininger Bach  Bach, Johann Ludwig (1677-1731)  Bach, ein Vetter dritten Grades von Johann Sebastian, war zunächst Hofkantor und später Leiter der Hofkapelle in Meiningen; er übte dieses Amt bis zu seinem Tod aus. 
Meister der Töne  Josquin Desprez (um 1440-1521)   Desprez verwendete als einer der Ersten populäre Melodien in seinen Werken. 
Melante  Telemann, Georg Philipp (1681-1767)  Anagrammatisches Pseudonym aus dem Komponistennachnamen 
Mendelssohn der Synagogalmusik  Lewandowski, Louis (1821-1894)   
Metternich der Musik  Rossini, Gioachino (1792-1868)   
Mexikanischer Falla  Revueltas, Silvestre (1899-1940)   
Michelangelo der Musik  Desprez, Josquin (~1440-1521)   
Minghino dal violoncello  Gabrielli, Domenico (1659-1690)   Beiname des Komponisten und Cellovirtuosen, der wesentlich zur Erweiterung der technischen und klanglichen Möglichkeiten seines Instruments beitrug. "Minghino" (oder "Mingain") ist eine Dialekt-Variante des Terminus "Dominic of the cello". 
Ministerial-Komponist  Zeller, Carl (1842-1898)   Im Hauptberuf war der Österreicher Jurist sowie Ministerialrat im Kultur- und Unterrichtsministerium, das Komponieren blieb für ihn Freizeitbeschäftigung.  
Monsieur Crescendo  Rossini, Gioachino (1792-1868)    
Monsieur le Pauvre  Satie, Erik (1866-1925)   
Moskauer Mozart   Kissin, Jewgenij (*1971)  Seine Hochbegabung erinnert an das Wunderkind Mozart; Kissin spielte bereits Klavier, als er noch nicht einmal sprechen konnte. Und mit zwölf Jahren debütierte er am Moskauer Konservatorium mit Werken von Frédéric Chopin. 
Mozart der Spätrenaissance  Brade, William (1560-1630)   
Mozart des brasilianischen Karnevals  Gnattali, Radamés (1906-1988)   
Mozart des Harzvorlandes   Agthe, Carl Christian (1762-1797)  Der Zeitgenosse des Salzburger Meisters starb bereits im Alter von 24 Jahren. 
Mozart des 17. Jahrhunderts  Keiser, Reinhard (1674-1739)  Geprägt von der Musikwissenschaftlerin Karin Zauft. 
Mozart des 19. Jahrhunderts  Mendelssohn Bartholdy, Felix (1809-1847)   "Mendelssohn ist der Mozart des 19. Jahrhunderts, der hellste Musiker, der die Widersprüche der Zeit am klarsten durchschaut und zuerst versöhnt". (Robert Schumann) 
Mozart des 20. Jahrhunderts  Britten, Benjamin (1913-1976)   Geäußert 2006 vom Tenor Michael Schade. 
Mozart des Nordens  Kraus, Joseph Martin (1756-1792)   
Mozart redivivus  Wolf-Ferrari, Ermanno (1876–1948)   
Musikalisches Gewissen Moskaus   Mjaskowski, Nikolai Jakowlewitsch (1881-1950)  Er wurde von seinen Komponistenkollegen so bezeichnet. 
Musikant Gottes  Bruckner, Anton (1824-1896)  Diesen Beinamen erhielt der tief religiöse Österreicher, der z.B. seine Fragment gebliebene Sinfonie Nr. 9 "dem lieben Gott" widmete.  
Musikpapst von Prag  Tomásek, Václav Jan (1774-1850)  Beiname des tschechischen Komponisten nach Überlieferung des Musikkritikers Eduard Hanslick. 
Napoleon der Musik  Rossini, Gioachino (1792-1868)   
Niederländischer Haydn  Schmitt, Joseph (1734-1791)   
Nordischer Strauß  Lumbye, Hans Christian (1810-1874)  Der auch als "Johann Strauß des Nordens" bezeichnete Lumbye avancierte mit seinen Galopps, Walzern, Polkas und Märschen zu einem der beliebtesten Tanzmusikkomponisten Dänemarks und seiner Nachbarländer.  
La nuova sirena  Bordoni, Faustina (1697-1781)  (dt. "die neue Sirene"), italienische Mezzosopranistin. 
Oberschlesischer Strauß  Kraus, Paul (1870-1934)   
Odenwälder Mozart  Kraus, Joseph Martin (1756-1792)    
Oracolo della musica  Monteverdi, Claudio (1567-1643)  Wegen seines umfassenden musikalischen Wissens erhielt der gebürtige Cremoneser von seinen Zeitgenossen diesen Beinamen. 
Organistenmacher  Sweelinck, Jan Pieterszoon (1562-1621)  Diesen Beinamen (auch "Hamburgischer [bzw. Deutscher] Organistenmacher") erhielt der Niederländer, weil er zahlreiche bedeutende Orgelvirtuosen wie z.B. Samuel Scheidt, Jacob Praetorius d.J. oder Heinrich Scheidemann ausbildete.  
Orpheus Britannicus  Purcell, Henry (1659-1695)  Von seinen Zeitgenossen verliehener Ehrentitel 
Orpheus von Amsterdam  Sweelinck, Jan Pieterszoon (1562-1621)   
Orpheus von Paris  Offenbach, Jacques (1819-1880)  u.a. Romantitel von Otto Schneidereit über J. Offenbach (Leipzig 1970) 
Orpheus von Utrecht  Eyck, Jacob van (1590-1657)   
Orpheus von St. Petersburg  Bortnjanskij, Dmitrij (1751-1825)   
Österreichischer Monteverdi  Mazak, Alberich (1609-1661)   
Österreichischer Palestrina des 18. Jahrhunderts  Fux, Johann Joseph (1660-1741)  Der österreichische Komponist galt als Exponent der Palestrina-Renaissance seiner Zeit. 
Paderewski des Akkordeons  Galla-Rini, Anthony (1904-2006)   
Padre della musica  Hasse, Johann Adolph (1699-1783)   
Paganini der Flöte (1)   Ciardi, Cesare Ciardi (1818-1877)    
Paganini der Flöte (2)   Böhm, Theobald (1794-1881)   
Paganini der Flöte (3)   Caroli, Mario (*1975)  Diesen Beinamen gab der Komponist Salvatore Sciarrino dem 1974 geborenen italienischen Flötisten. 
Paganini der Trompete  Nakariákov, Sergei (*1977)    
Paganini des Barock  Biber, Heinrich Ignaz Franz von (1644-1704)   
Paganini des Cellos  Servais, François (1807-1866)  Als berühmter Virtuose seines Streichinstruments erhielt der belgische Solist und Komponist von seinen Zeitgenossen diesen Beinamen. 
Paganini des Cembalos  Chojnacka, Elisabeth (*1939)   Dieser männliche (!) Beiname wurde der Cembalovirtuosin vom "Daily Telegraph" zugedacht.  
Paganini des Klaviers  Liszt, Franz (1811-1886)  Als Liszt in Frankfurt am Main den "Teufelsgeiger" Niccolo Paganini erlebt, sagt er zu einem Freund: "Ich werde der Paganini des Klaviers." 
Paganini des Kontrabasses (1)  Bottesini, Giovanni (1821-1889)  Als Kontrabass-Virtuose, Dirigent und Komponist war der Italiener in Europa und den USA gefeiert. Zu den Höhepunkten seiner Karriere gehörte 1871 die Uraufführung von Verdis "Aida" in Kairo zur Eröffnung des Suezkanals. An seinem letzten Dienstort Parma wurde er 18 Jahre später auf eigenen Wunsch neben seinem Vorbild Paganini begraben. 
Paganini des Kontrabasses (2)   Pege, Aladar (1939-2006)   
Paganini des Kontrabasses (3)  Garcia-Fons, Renaud (*1962)   
Paganini des Nordens   Bull, Ole Bornemann (1810-1880)   
Paganini des Ostens  Waghalter, Ignatz (1881-1949)   
Paganini des Zymbals  Ökrös, Oszkár (*1957)   
Paganini des 17. Jahrhunderts  Corelli, Arcangelo (1653-1713)   
Papa dei chori  Verdi, Giuseppe (1813-1901)  Angesichts der beeindruckenden Massenszenen und der sehr eingängigen Melodik seiner zahlreichen Opernchöre erhielt der Italienern diesen Beinamen (dt.: "Papst der Chöre"). 
Papa der Techno-Generation  Stockhausen, Karlheinz (1928-2007)   Als Pionier der elektronischen Musik erhielt er diesen Beinamen. 
Paganini der Orgel  Widor, Charles-Marie (1844-1937)   
Papst der Bratsche  Bashmet, Yuri (*1953)   
Palestrina des 18. Jarhunderts  Pisari, Pasquale (~1725-1778)  Diese Bezeichnung prägte Padre Martini für den italienischen Sänger und Komponisten. 
Palestrina des 19. Jahrhunderts (1)  Cherubini, Luigi (1760-1842)  Geprägt von Adolphe Adam. 
Palestrina des 19. Jahrhunderts (2)  Haller, Michael (1840-1915)   
Palestrina Spaniens  Victoria, Tomás Luis de (~1548-1611)  Nicht nur der Stil Victorias ist dem Palestrinas eng verwandt, sondern der Spanier wurde auch 1571 dessen Nachfolger als Musiklehrer am Römischen Seminar in der Ewigen Stadt. 
Palestrina von Berlin  Klein, Bernhard Joseph (1793-1832)   
Patriarch der russischen Musik  Glinka, Michail (1804-1857)  Ein vom Komponistenkollegen Franz Liszt geprägter Ehrentitel für Glinka, der als Begründer der russischen Nationaloper gilt und so den Ausgangspunkt zur Entstehung einer "russischen Schule" bildete.  
Pavarotti Südafrikas  Ntshebe, Siphiwo (1974-2010)   
Peter Pan der Trompete  Nakariákov, Sergei (*1977)   Geprägt von der Tageszeitung "Die Welt". 
Pianist der Pianisten  Godowsky, Leopold (1870-1938)   
Pied Piper of classical music  Kapilow, Rob (*1952)   
Piu dolce cigno d'Italla  Marenzio, Luca (ca. 1553-1599)   
Polnischer Bach  Surzyński, Mieczysław (1866-1924)  Der Organist der Warschauer Kathedrale wurde zu Lebzeiten so bezeichnet. 
Polnischer Mozart  Zeidler, Józef (1744-1806)   
Polnischer Paganini  Wieniawski, Henryk (1835-1880)   
Pommerscher Lassus  Dulichius (Deulich), Philipp (1562-1631)   
Portugiesischer Beethoven   Bomtempo, Joao Domingos (1775-1842)   
Premier Musicien de la Révolution  Gossec, François-Joseph (1734-1829)  Seine „Grande messe des morts“ war es, die nur wenige Tage nach Revolutionsbeginn am 6. August 1789 den beim Bastille-Sturm Gefallenen musikalisch die letzte Ehre erwies; und in den folgenden Jahren sollte er eine Vielzahl von Gesängen sowie Instrumentalmusik zu diversen Revolutionsfesten verfassen. Gossecs einaktige Bühnenwerke „L’offrande à la liberté“ (dt.: Das Opfer der Freiheit, 1792) und „Le triomphe de la République, ou Le camp de Grandpré“ (dt.: Der Triumph der Republik oder Das Feldlager von Grandpré, 1793) legten den Grundstein für eine Geschichte der Revolutionsoper. 
Prinz der Baritone  Cappuccilli, Piero (1930-2005)  Der italienische Opernbariton, seit 1964 gefeierter Star an der Mailänder Scala wie an den internationalen Bühnen weltweit u.a. mit seinen Paraderollen in Verdis "Rigoletto" und Puccinis "Tosca", erhielt diesen Beinamen von der Nachrichtenagentur Ansa. 
Prinz der Musik  Bach, Johann Sebastian (1685-1750)   Johann Nikolaus Forkel formulierte 1802 über den Thomaskantor: "Dieses außerordentliche Genie, dieser Prinz der Musik ... Zwerge sind alle anderen im Vergleich zu seiner Größe." 
Puccini des Nordens  Pylkkänen, Tauno (1918-1980)  Beiname für den Finnen, dem bereits 1945 in Helsinki mit "Mare and Her Son" sein Durchbruch als Opernkomponist gelang.  
Punk-Paganini  Kennedy, Nigel (*1956)   
Queen of Ancient Music  Kirkby, Emma (*1949)   
Raffael der Musik (1)  Pergolesi, Giovanni Battista (1710-1736)   Entnommen aus "Entwurf einer Geschichte der italienischen Musik, von den ältesten Zeiten bis auf die gegenwärthige" von Graf Greg. Orloff (in der dt. Übersetzung, Leipzig 1824), geprägt von d'Alembert. 
Raffael der Musik (2)  Chopin, Frédéric (1810-1849)  Eigtl. "Raphael des Fortepiano", geprägt von Heinrich Heine.  
Rheinische Nachtigall  Schauseil, Wally (1860-1951)  Die in Düsseldorf geborene und Bonn gestorbene Sopranistin galt als eine der bedeutendsten Sängerinnen ihrer Zeit und erhielt wegen ihrer Stimmähnlichkeit mit Jenny Lind diesen Beinamen.  
Rheinischer Bach  Rinck, Johann Christian Heinrich (1770-1846)  Der Beiname wurde für den am Darmstädter Hof als Organist und Kammermusiker tätigen Thüringer, der Schüler des Bach-Schülers Johann Christian Kittel war,
von Zeitgenossen geprägt. 
Rheinischer Orpheus  Ries, Ferdinand (1784-1838)  Ein Ries von seinen Zeitgenossen verliehener Beiname. 
Ritter vom hohen C  Bartel, Reinhold (1926-1996)  Dem deutschen Tenor wurde dieser Beiname von seiner Plattenfirma Telefunken zu PR-Zwecken verliehen. 
Robespierre   Fauré, Gabriel (1845-1924)  Als Direktor des Conservatoire seit 1905 tätig, überraschte Fauré durch Reformen, deren Radikalität und Entschlossenheit ihm diesen Beinamen einbrachten. 
Le Romain  Hotteterre, Jacques (1674-1763)   
Roter Priester  Vivaldi, Antonio (1678-1741)   Er wurde 1703 zum Priester geweiht, gab das Amt aber bereits ein Jahr später wieder auf, nachdem sich herausgestelklt hatte, dass er aufgrund eines Bronchialleidens keine Messe lesen konnte. Während seiner anschließenden Musikkarriere erhielt Vivaldi diesen Beinamen (ital.: "Il prete rosso") wegen seiner beruflichen Vorgeschichte.  
Rovettino  Volpe, Giovanni Battista (ca. 1620-1691)  Volpe war ein Neffe des populären venezianischen Komponisten und Kapellmeisters Giovanni Rovetta (1596-1686); aus diesem Verwandschaftsverhältnis wurde der Beiname geboren. 
Rubens der Musik  Benoit, Peter (1834-1901)  Vom Kollegen Franz Liszt geprägter Beiname für den flämischen Komponisten. 
Rubinstein im Rock  Smirnova, Eva  Russische Pianistin aus St. Petersburg 
Rumänischer Mozart  Enescu, George (1881-1955)  Bereits im Alter von sieben Jahren studierte der auf der Geige ausgebildete Enescu Komposition am Konservatorium in Wien. 
Russischer Brahms (1)   Glasunow, Alexander (1865-1936)  Diesen Beinamen erhielt der Russe aufgrund seines mit dem deutschen Romantiker vergleichbaren Kompositionsstils. 
Russischer Brahms (2)  Juon, Paul (1872-1940)   
Russischer Brahms (3)   Medtner, Nikolaj (1880-1951)   
Russischer Brahms (4)   Tanejew, Sergej (1856-1915)   
Russischer Chopin  Skrjabin, Alexander (1872-1915)   
Russischer Glenn Gould  Sokolov, Grigory (*1950)   
Russischer Mozart  Bortnjanskij, Dmitrij (1751-1825)   
Russischer Paganini (1)  Khandoshkin, Ivan (1746-1804)  Bereits mit 13 Jahren wurden Khandoshkin Mitglied im St. Petersburger Hoforchester von Katharina der Großen, als 17-Jähriger zählte er dann zu den führenden Violinlehrern an der russischen Akademie der Künste. Insgesamt schuf er mehr als 100 Kompositionen für Solovioline, darunter zahlreiche Arrangements russischer Volksieder. 
Russischer Paganini (2)  Afanasjew, Nikolai Jakowlewitsch (1820-1898)   
Russischer Schönberg  Roslawez, Nikolai (1881-1944)   
Russischer Vaughan Williams  Myaskovsky, Nikolai Yakovlevich (1881-1950)   
Salzburger Haydn   Haydn, Michael (1737-1806)   
Schiller der Musik  Weber, Carl Maria von (1786-1826)   Geprägt von Philipp Spitta. 
Schmalkaldener Bach  Bach, Johann Michael (1745-1820)    
Schottlands Hugo Wolf   Scott, Francis George (1880-1958)   
Schubert Amerikas  Berlin, Irving (1888-1989)  Diesen Beinamen erhielt der amerikanische Musicalkomponist von seinem Kollegen George Gershwin. 
Schubert des 17. Jahrhunderts  Krieger, Johann Adam (1634-1666)   
Schubert des 20. Jahrhunderts  Schoeck, Othmar (1886-1957)   
Schubert Norddeutschlands  Loewe, Carl (1796-1869)  Aufgrund seines bedeutenden Liedschaffens wurde dem gebürtigen Brandenburger in Wien dieser Beiname (auch "Norddeutscher Schubert" bzw. "Schubert des Nordens") verliehen.  
Schwäbischer Vivaldi  Zeiler, Gallus (1700-1755)   
Schwan von Pesaro  Rossini, Gioacchino (1792-1868)   Der italienische Opernkomponist wurde in Pesaro geboren. 
Schwarze Callas  Norman, Jessye (*1945)   
Schwarzer Mozart  Boulogne, Joseph = Chevalier de Saint-George (1745-1799)   
Schwedische Nachtigall  Lind, Jenny (1820-1887)  Diesen poetischen Beinamen trug die in Stockholm geborene weltberühmte Sopranistin zu Lebzeiten. 
Schwedischer Händel  Roman, Johan Helmich (1694-1758)   
Schwedischer Mozart  Kraus, Joseph Martin (1756-1792)  Dieser Beiname begründet sich in erster Linie auf das gleiche Geburtsjahr und eine ähnlich kurze Lebensdauer des gebürtigen Miltenbergers. 
Schwedischer Schubert  Lindblat, Adolf Frederik (1801-1878)    
Scilorino  Aprile, Giuseppe (1732-1813)  Der italienische Kastrat, auch "Sciroletto" genannt, absolvierte sein Studium seit 1751 an der Privatschule des Gr. Sciroli. 
Scolbini  Blockx, Jan (1851-1912)  Unter diesem Pseudonym veröffentlichte der Flame einige seiner Jugendwerke. 
El Señor del Tango  Di Sarli, Carlos (1903-1960)   
Serenaden-Fuchs  Fuchs, Robert (1847-1927)  Den Beinamen verdankt der Österreicher seinen fünf Serenaden für Streichorchester, deren erste ihm 1874 zum künstlerischen Durchbruch verholfen hatte. 
Shakespeare der Geiger  Lolli, Antonio (1725-1802)  Diesen Beinamen für den Violinvirtuosen und Komponisten prägte Schubart. 
Shakespeare der Musik (1)   Purcell, Henry (1559-1695)  Geprägt vom britischen Musikgelehrten Charles Burney. 
Shakespeare der Musik (2)   Händel, Georg Friedrich (1685-1759)  Geprägt von Johann Gottfried Herder. 
Shakespeare der Musik (3)  Haydn, Joseph (1732-1809)  "Haydns Geschick muss jedes freisinnige Gemüt zutiefst erschüttern. Dieser unvergleichliche Mann, der Shakespeare der Musik, der Triumph des Zeitalters, in dem wir leben, ist dazu verdammt, seine Tage am Hofe eines elenden deutschen Fürsten zu fristen, der ihm alles schuldig bleibt, Lohn und Ehre", beklagte 1785 eine englische Tageszeitung.  
Shakespeare der Musik (4)   Mozart, Wolfgang Amadeus (1756-1791)  Geprägt von E.T.A. Hoffmann. 
Signor Accelerando  Rossini, Gioachino (1792-1868)   
Sinfonie-Müller  Müller, Christian Gottlieb (1800-1863)   
Skandinawischer Mozart  Kraus, Joseph Martin (1756-1792)   
Skandinawischer Paganini  Bull, Ole (1810-1880)   
Slawischer Karajan  Kakhidze, Jansug (1937-2002)  Der Dirigent, Komponist und Sänger Kakhidze war Musikdirektor des staatlichen Sinfonieorchesters von Georgien und künstlerischer Leiter der Tblisi-Oper. Hinter dem Pult machte er sich insbesondere auch um das Werk von Giya Kancheli verdient, dessen sämtliche Sinfonien er uraufführte. Der Beiname geht vermutlich auf die französische Zeitung "Le Monde" zurück. 
Slowakische Nachtigall  Gruberova, Edita (*1946)   
Sonnenkönig der französischen Oper  Lully, Jean-Baptiste (1632-1687)   
Spanischer Bach  Cabanilles, Juan Bautista José (1644-1712)   
Spanischer Chopin  Granados, Enrique (1867-1916)   
Spanischer Liszt  Albéniz, Isaac (1860-1909)  Geprägt von Edgar Istel für den Liszt-Schüler in einem Albéniz-Komponistenporträt, erschienen in: The Musical Quarterly, Vol. 15, No. 1 (Jan. 1929).  
Spanischer Mozart  Arriaga, Juan Crisóstomo (1806-1826)  Der nicht einmal 20 Jahre alt gewordene Spanier Arriaga, der wie Mozart am 27. Januar geboren wurde und zudem mit jenem den Taufnamen Chrysostomus bzw. Crisóstomo gemeinsam hatte, erhielt bereits unmittelbar nach seinem frühen Tod diesen Beinamen.  
Spielmann Gottes   Bach, Johann Sebastian (1685-1750)    
Stockhausen Skandinaviens  Nordheim, Arne (1931-2010)  Pionier der elektronischen Musik aus Norwegen. 
Stockholmer Mozart  Kraus, Joseph Martin (1756-1792)    
Stradivari des Bogens  Tourte, François (1747-1835)   
Streviglio  Pasqualini, Marc Antonio (1614-1691)   
La Stupenda  Sutherland, Joan (*1926)   
Sultan of the Classical Sonatina  Kuhlau, Friedrich (1786-1832)   
Tanner Bach  Bach, Johann Michael (1745-1820)   Um 1793 bekleidete der aus der hessischen Bach-Linie entstammende Johann Michael Bach das Organisten- und Kantorenamt in Tann (Rhön). 
Il Tedesco della Tiorba  Kapsberger, Johannes Hieronymus (ca. 1580-1651)   
Teufelsgeiger  Paganini, Niccolò (1782-1840)  Bei seinen Konzerten, in denen Paganini mit eigens dafür verfassten Kompositionen das erweiterte technische Repertoire des Violinspiels (Doppelgriffe, Doppelflageolett, Verbindung von Pizzicato-Spiel und Springbogen etc.) in Vollendung demonstrierte, begründete sich aufgrund seines außergewöhnlichen Charismas in Verbindung mit einer extrovertierten Performance der Ruf des "dämonischen" Geigers.  
Thüring(isch)er Mozart   Böhner, Johann Ludwig (1787-1860)   
Thüringischer Silbermann  Tost, Tobias Heinrich Gottfried (ca. 1680-1759)   
Toscanini des Akkordeons  Galla-Rini, Anthony (1904-2006)   
Tschechischer Bach   Cernohorsky, Bohuslav (1684-1742)   
Tschechischer Beethoven  Vorisek, Jan Hugo (1791-1825)   
Tschechischer Brahms  Dvorák, Antonin (1841-1904)   
Tschechischer Paganini  Kubelík, Jan (1880-1940)   
Tschechischer Vivaldi  Zelenka, Jan Dismas (1679-1745)   
Uhland der Musik  Loewe, Carl (1796-1869)  Geprägt von Philipp Spitta. 
Ungarischer Beethoven  Csermak, Anton (ca. 1771-1822)   
Ungarischer Brahms  Dohnanyi, Ernst von (1877-1960)   
Urvater der Harmonie  Bach, Johann Sebastian (1685-1750)  Diesen Beinamen prägte Ludwig van Beethoven. 
Vater der englischen Kirchenmusik  Tallis, Thomas (ca. 1505-1585)   
Vater der modernen amerikanischen Musik  Ives, Charles (1874-1954)   Der Amerikaner entwickelte eine eigene Tonsprache mit neuen Ausdrucksmitteln, womit er modernen Stilistiken wie der Polytonalität, Atonalität, Polyrhythmik und Vierteltonmusik den Weg bereitete. 
Vater der amerikanischen Oper  Weill, Kurt (1900-1950)  Nach seiner Emigration in die USA fasste der gebürtige Dessauer Mitte der 30er Jahre am Broadway Fuß und machte sich dort einen Namen. 
Vater der Berliner Operette  Lincke, Paul (1866-1946)  Die meisten seiner größeren Bühnenwerke erlebten im Berliner Apollo-Theater, einem der beliebtesten städtischen Varietés, ihre Uraufführung. Dort hatte Lincke als 26-Jähriger die Stellung des Hauskomponisten und Dirigenten angenommen.  
Vater der böhmischen Musik  Černohorský, Bohuslav Matěj (1684-1742)  Der in Nimburg geborene Komponist wurde 1739 Musikdirektor der St. Jakobs-Kirche in Prag und war Lehrer zahlreicher böhmischer Musiker.  
Vater der deutschen Musik  Schütz, Heinrich (1585-1672)   
Vater der Elektronischen Musik  Eimert, Herbert (1897-1972)  Der international renommierte Akademiker arbeitete als Musiktheoretiker ("Grundlagen der modernen Reihentechnik") und Komponist. In Köln gründete und leitete er das weltweit erste Elektronische Studio beim WDR. 
Vater der englischen Kirchenmusik  Tallis, Thomas (um 1505-1585)   
Vater der englischen Oper  Barnett, John (1802-1890)   
Vater der estnischen modernen Musik  Ellers, Heino (1887-1970)   
Vater der Filmmusik (1)  Steiner, Max (1888-1971)   
Vater der Filmmusik (2)  Korngold, Erich Wolfgang (1897-1957)   
Vater der finnischen Musik  Pacius, Frederik (1809-1891)  Der aus Hamburg gebürtige Pacius komponierte die erste finnische Nationaloper "König Karls Jagd". 
Vater der französischen Filmmusik  Jaubert, Maurice (1900-1940)   
Vater der französischen Orgelmusik des 19. Jahrhunderts  Franck, César (1822-1890)   
Vater der italienischen Musik  Palestrina, Giovanni Pierluigi da (ca. 1525-1594)  Ein von Giuseppe Verdi geprägter Beiname für den großen Polyphoniker.  
Vater der italienischen Oper  Mayr, Simon (1763-1845)   
Vater der Mannheimer Schule  Stamitz, Johann (1717-1757)   
Vater der "musique concrète"  Schaeffer, Pierre (1910-1995)   
Vater der Neuen Musik  Schönberg, Arnold (1874-1951)   
Vater der nubischen Musik  Hamza el-Din (1929-2006)   
Vater der Opera buffa  Galuppi, Baldassare (1806-1785)   
Vater der Operette  Offenbach, Jacques (1819-1880)   
Vater der Orgelsymphonie  Widor, Charles-Marie (1844-1937)   
Vater der polnischen Musik  Elsner, Joseph (1769-1854)   
Vater der russischen Musik  Glinka, Michail (1804-1857)  Diesen Ehrennamen verlieh Dmitri Schostakowitsch 1954 in einem gleichnamigen Aufsatz seinem Landsmann. Glinka trägt auch den Beinamen "Vater der russischen Oper". 
Vater der schwedischen Musik  Roman, Johan Helmich (1694-1758)  Er war der erste schwedische Komponist, dessen Musik sozusagen "europäischen" Rang erreichte. Dabei kam ihm sein Studium in London zugute; anschließend wirkte er als Hofmusikdirektor der Königin Ulrica Eleonora. 
Vater der Sinfonie (1)  Sammartini, Giovanni Battista (1700-1775)   
Vater der Sinfonie (2)  Haydn, Joseph (1732-1809)    
Vater der sowjetischen Sinfonie  Miaskowsky, Nikolai (1881-1950)   
Vater der spanischen Romantik  Albéniz, Isaac (1860-1909)   
Vater der ungarischen Komponisten  Koessler, Hans von (1853-1926)  Der in Waldeck bei Weiden geborene Koessler etablierte sich hier zu Lande als Kapellmeister und Chordirigent, bevor er 1882 von Franz Liszt höchstpersönlich nach Budapest geholt wurde, um an der Musikakademie Aufbauarbeit zu leisten. Dort unterrichtete er zunächst Orgel und Chorleitung, später erhielt eine Professur für Komposition. Unter Koesslers Anleitung, der selbst über 130 eigene Tonschöpfungen hinterließ, studierte in den folgenden Jahren u.a. mit Zoltán Kodály, Béla Bartók, Emmerich Kálmán, Ernst von Dohnányi und Léo Weiner quasi das "Who's who" der Komponistenszene Ungarns.  
Vater der Wiener Geigenschule  Mayseder, Josef (1789-1863)  Der Wiener Violinvirtuose war ab 1810 Konzertmeister des Hofopernorchesters und wirkte von 1816 an als Violinsolist an der Hofmusikkapelle, deren Leitung er 1836 übernnahm. 
Vater der Wiener Klassik  Haydn, Joseph (1732-1809)    
Vater des Streichquartetts  Haydn, Joseph (1732-1809)    
Vater des modernen Violinspiels  Viotti, Giovanni Battista (1753-1824)   
The Velvet Gentleman  Satie, Erik (1866-1925)   
Voce d'angelo  Tebaldi, Renata (1922-2004)  Geprägt von Arturo Toscanini. 
Walküre of the Piano  Carreño, Teresa (1853-1917)   
Walzerkönig  Strauß (d.J.), Johann (1825-1899)   
Welscher Bach  Bach, Johann Christian (1735-1782)   
Wiener Offenbach  Suppé, Franz von (1819-1895)  Im Werk des mit 31 Werken bedeutendsten Wiener Operettenkomponisten des 19. Jahrhunderts zeigt sich zuweilen deutlich der Einfluss seines französischen Kollegen, wofür Suppé mit diesem Beinamen bedacht wurde.  
Wiener Stradivari  Geissenhof, Franz (1753-1821)   
Wittenberger Nachtigall  Ammerpohl, Marianne (1901-1995)   
Der zornige Romantiker  Wolf, Hugo (1860-1903)  Dieser Namenszusatz bezieht sich auf den Kompositionsstil des Steiermärkers. 
Zweiter Pachelbel  Walther, Johann Gottfried (1684-1748)   Diesen Beinamen prägte Johann Mattheson in seiner "Grundlage einer Ehrenpforte". 
Zwölfton-Lizzie  Lutyens, Elisabeth (1906-1983)  (engl. "Twelve-Note Lizzie") 


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