What's that?

Beiname  Werk  Namensursprung  
Abschiedssinfonie  Sinfonie Nr. 45 in fis-Moll von Joseph Haydn (1772)  Der populäre Beiname fehlt noch in den ersten Druckausgaben und findet sich erstmals zwölf Jahre nach Vollendung des Werks. Er beruht auf einer Legende, nach der Fürst Esterhazy den Orchestermitgliedern verboten hatte, ihre Familien im Schloss Esterhaza unterzubringen oder auch nur als Besuch zu empfangen, solange er sich selbst dort aufhielt. Als sich wieder einmal die Abreise des Fürsten hinausgezögerte, soll Haydn auf Wunsch der Musiker jenes Finale komponiert, bei dem ein Instrumentalist nach dem anderen ausscheidet, seine Kerze ausbläst und fortgeht, bis zum Schluss nur noch ein Violinduo übrig bleibt. 
Abschiedswalzer  Walzer As-Dur op. 69,1 für Klavier von Frédéric Chopin (1835)  (OT: "L'Adieu"). Während seiner Rückreise von Karlsbad nach Paris machte Chopin in Dresden Station, wo er der 16-jährigen Maria Wodzinska begegnete, mit deren Brüdern er befreundet war. Zum Abschied komponierte Chopin für sie diesen Walzer. - Diesen Titel trägt auch ein Spielfilm des Regisseurs Géza von Bolváry über Chopin aus dem Jahre 1934 mit Wolfgang Liebeneiner als Titelfigur, Hans Schlenck als Franz Liszt, Paul Henckels als Ignaz Pleyel u.a. 
Les Adieux  Klaviersonate op. 81a in Es-Dur von Ludwig van Beethoven (1809/10)  Dies ist ist Beethovens einzige Programmsonate. Die drei dem Erzherzog Rudolf gewidmeten Sätze sind mit "Les adieux, l’absence, le retour" ("Das Lebewohl - Abwesenheit - Das Wiedersehen") überschrieben. Beethoven stellt damit musikalisch die Abreise seines Schülers und Freundes Erzherzog Rudolf nach Budapest und dessen Rückkehr nach Wien dar. Der Komponist äußerte bei seinem Verleger Breitkopf & Härtel den Wunsch, die Satzbezeichnungen sowohl in französischer als auch in deutscher Sprache zu veröffentlichen. 
The Age of Anxiety  Sinfonie Nr. 2 für Klavier und Orchester von Leonard Bernstein (1949)  Mit diesem Werk, das unter dem Eindruck von Wystan Hugh Audens gleichnamigem Gedicht entstand, wollte der Komponist nach eigener Aussage die "sehnsüchtige und ehrliche Suche nach dem Glauben" thematisieren. Die Satzbezeichnungen lauten: Prolog - "The Seven Ages" ("Die sieben Zeitalter") - "The Seven Stages" ("Die sieben Stadien") - "The Dirges" ("Der Trauergesang") - "The Masque" ("Das Maskenspiel") - Epilog 
Das Ägyptische  Klavierkonzert Nr. 5 von Camille Saint-Saens  Im Mittelsatz erklingen einige orientalisch anmutende Passagen, darunter auch eine Melodie, welche der Komponist auf einer Nil-Fahrt gehört haben will.  
Äolische Harfe  Etüde As-Dur op. 25,1 von Frédéric Chopin   
Alleluja-Sinfonie  Sinfonie Nr. 30 C-Dur von Joseph Haydn (1765)  Das Werk erhielt seinen Beinamen aufgrund der verwendeten Ostermotive des Gregorianischen Chorals im ersten Satz, auf die in der Messe traditionell das "Alleluja" gesungen wird. 
Altes Testament der Klavierspieler  "Wohltemperiertes Klavier" von Johann Sebastian Bach   Diesen Beinamen prägte der Dirigent und Pianist Hans von Bülow (1830-1894) für jenes epochale Werk der barocken Kammermusik, dem als "Neues Testament der Klavierspieler" die Sonaten Ludwig van Beethovens an die Seite gestellt wurden.  
Die Apokalyptische (1)  Sinfonie Nr. 8 in c-Moll WAB 108 von Anton Bruckner (1887-90)   
Die Apokalyptische (2)  Sinfonie Nr. 5 von Karl Weigl (1968)   
Apotheose des Tanzes  Sinfonie Nr. 7 von Ludwig van Beethoven  Geprägt von Richard Wagner. 
Appassionata   Klaviersonate Nr. 23 f-Moll op. 57 von Ludwig van Beethoven  Den Beinamen prägte der Hamburger Verleger Cranz 1838. 
The Arctic  Sinfonie Nr. 4 von George Lloyd   
Auf dem Anstand  Sinfonie Nr. 31 in D-Dur Hob. I:31 von Joseph Haydn  Dies ist ein weiterer alternativer Beiname dieses sonst als "Sinfonie mit dem Hornsignal" bekannten Orchesterwerks. 
Auferstehungssinfonie  Sinfonie Nr. 2 c-Moll von Gustav Mahler  Das Programm seiner Sinfonie erläuterte Gustav Mahler wie folgt: "Ich habe den ersten Satz "Totenfeier" genannt, und wenn Sie es wissen wollen, so ist es der Held meiner D-Dur (der Ersten), den ich da zu Grabe trage und dessen Leben ich, von einer höheren Warte aus, in einem reinen Spiegel auffange. Zugleich ist es die große Frage, warum hast Du gelebt? Warum hast du gelitten? Ist das alles nur ein großer, furchtbarer Spaß? Wir müssen diese Fragen auf irgendeine Weise lösen, wenn wir weiterleben sollen - ja sogar, wenn wir nur weitersterben sollen! In wessen Leben dieser Ruf einmal ertönt ist, der muss eine Antwort geben, und diese Antwort gebe ich im letzten Satz." 
L' aurore  Klaviersonate op. 53 in C-Dur von Ludwig van Beethoven  In Frankreich erhielt diese Sonate, die landläufig als "Waldstein-Sonate" bekannt ist, aufgrund ihres ersten Satzes diesen Beinamen (dt. "Morgenröte"). Das zu Beginn des ersten Satzes einsetzende Crescendo erweckt beim Hörer den Eindruck, der Tag breche langsam hervor. 
Aus der neuen Welt  Sinfonie Nr. 9 in e-Moll op. 95 von Antonin Dvorák (1893)  Obgleich Dvorák auf diesen Beinamen großen Wert legte, ist er keineswegs programmatisch zu verstehen. Es werden vielmehr Eindrücke und Grüße aus seiner amerikanischen Zeit musikalisch übermittelt; Dvorák äußerte später einmal: "Diese Sinfonie ist wesentlich verschieden von meinen früheren Sachen; vielleicht etwas amerikanisch; sie wäre nicht so geschrieben, wenn ich nicht in Amerika gewesen wäre." Ebenfalls erfährt man vom Komponisten, dass der zweite und dritte Satz unter dem Eindruck von H.W. Longfellows "Song of Hiawatha" entstanden sind. 
Aus meinem Leben  Streichquartett Nr. 1 in e-Moll von Bedrich Smetana (1876)  Der Beiname stammt von Smetana selbst. Er fügte dem Werk, das oftmals als "tönende Autobiografie" des Komponisten bezeichnet wird, in einem Brief vom 12. April 1878 allerdings nur sehr unverbindliche programmatische Hinweise bei, die allenfalls als poetische Ideen verstanden werden können. Als Programm des ersten Satzes gab er beispielsweise "die Liebe zur Kunst in der Jugendzeit, das ungestillte Sehnen nach etwas Unaussprechlichem sowie die Vorahnung des nahenden Unheils" an. 
Auschwitz-Oratorium  Oratorium "Dies irae" von Krzysztof Penderecki (1967)  Die Komposition entstand als Auftragswerk zur Errichtung des Mahnmals für die Opfer des nationalsozialistischen Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau. 
Austriaca  Sinfonie Nr. 4 von Egon Wellesz    
Bachs Schwanengesang  Orgelchoral "Vor deinen Thron tret ich hiermit" BWV 668  Geprägt von Albert Schweitzer. [Daneben wird aber auch häufig die "Kunst der Fuge" mit diesem Beinamen in Verbindung gebracht.]  
Barkbröd  Sinfonie Nr. 4 von Jean Sibelius  Der Titel wurde gewählt in Anlehnung an die harten Hungerszeiten, in denen man den Teig zur Brotbereitung mit Baumrinde streckte. Dies gibt übertragen einen Hinweis auf die sehr sparsame Instrumentierung des Werks, die sich wiederum als Gegenentwurf zu den überdimensionierten Orchesterapparaten der Zeitgenossen Mahler und Strauss versteht. 
Bauernkriegssymphonie  Sinfonie Nr. 1 von Fridolin Dallinger   
Beethovens Schwanengesang  Streichquartett F-Dur op. 111 von L. van Beethoven   
Beethovens Zehnte   Sinfonie Nr. 1 von Johannes Brahms  Geprägt vom Dirigenten Hans von Bülow. 
Blumenarie   Arie des José ("La fleur que tu m'avais jeteé", dt. "Die Blume, die du mir zugeworfen hast") aus dem 2. Akt der Oper "Carmen" von Georges Bizet   
Bombenmesse  Große Messe in E op. 83 von Joseph Meßner (1959)  1944 saß der Komponist im Archiv neben der Empore des Salzburger Doms, als ein Bombentreffer die Domkuppel zerstörte. Dieses traumatische Ereignis verarbeitete er im Agnus Dei der Messe. 
La Bourse   Suite TWV 55:B11 von Georg Philipp Telemann  Der Beiname ist eine Anspielung auf den durch haltlose Spekulationen hervorgerufenen Sturz der Missisippi-Aktien 1720. 
Brahms' Fünfte  Orchesterversion des Klavierquartetts Nr. 1 von Johannes Brahms   
Bruckners Mysterium  Sinfonie Nr. 8 in c-Moll WAB 108 von Anton Bruckner (1887-90)  Bruckner selbst sprach von dieser Sinfonie als seinem "Mysterium". 
Buonaparte  Sinfonie Nr. 3 von Ludwig vam Beethoven   Ursprüngliche Betitelung Beethovens, die er aber dann aus Empörung über die Selbstkrönung des Feldherrn zum Kaiser wieder verwarf. 
La casa del diavolo  Sinfonie Nr. 4 von Luigi Boccherini   
Champagnerarie  Arie "Fin ch'han dal vino" des Don Giovanni aus dem 1. Akt der gleichnamigen Oper KV 527 von Wolfgang Amadeus Mozart   
Champagnersonate  Sonate für Violine und Klavier G-Dur op. 30,3 von Ludwig van Beethoven   
Deliciae Basilienses  Sinfonie Nr. 4 von Arthur Honegger (1892-1955)   
Dissonanzen-Quartett  Streichquartett C-Dur KV 465 von Wolfgang Amadeus Mozart (1783)  Der Beiname dieses so genanntes 6. Haydn-Quartetts erklärt sich aus den für die damalige Satzkunst ungewöhnlichen Querständen in der Adagio-Einleitung des ersten Satzes. Zeitgenossen vermuteten sogar, diese Dissonanzen seien das Resultat von Druckfehlern. 
Dollarsinfonie  Sinfonie Nr. 6 in C-Dur op. 31 von Kurt Atterberg (1927/28)  Den wenig schmeichelhaften Beinamen verdankt dieses Werk seinem Entstehungsanlass: einem lukrativen, von der US-Schallplattenfirma Columbia ausgeschriebenen Wettbewerb für die Feierlichkeiten rund um den 100. Todestag von Franz Schubert.  
Dorfmusikantensextett  "Ein musikalischer Spaß". Sextett F-Dur KV 522 von Wolfgang Amadeus Mozart   
Dudelsacksinfonie  Sinfonie Nr. 104 D-Dur von Joseph Haydn (1786)  Der Beiname leitet sich vom Hauptthema des letzten Satzes ab, das an einen Dudelsack erinnert. 
Elvira Madigan  Klavierkonzert Nr. 21 C-Dur KV 467 von Wolfgang Amadeus Mozart (1785)  Elvira Madigan (1867-1887), der Künstlername einer dänischen Seiltänzerin, bildete mit dem schwedische Leutnant Bengt Edvard Sixten Sparre (1854-1889) das berühmteste Liebespaar Skandinaviens. Als Folge der Verwendung des 2. Satzes von KV 467 für den Soundtrack zu dem Spielfilm "Elvira Madigan" (1967) ist seither dieses Mozart-Werk in der breiten Öffentlichkeit mit diesem Namen verknüpft. 
L' Empereur  Klavierkonzert Es-Dur op. 73 von Ludwig van Beethoven (1809)   
Engel des Lichts  Sinfonie Nr. 7 von Einojuhani Rautavaara (1994/95)   
Die Englische  Sinfonie Nr. 8 in G-Dur op. 88 von Antonin Dvorák  In einer Phase des vorübergehenden Bruchs mit seinem langjährigen Verleger Simrock veröffentlichte der Komponist diese 1889 entstandene Sinfonie bei Novello in London.  
Eroica  Sinfonie Nr. 3 von Ludwig vam Beethoven    
Etüde auf den schwarzen Tasten  Klavieretüde op. 10 Nr. 5 in Ges-Dur von Frédéric Chopin  (engl.: "Black Key Etude") 
Feuersinfonie (1)  Sinfonie A-Dur Hob.I:59 von Joseph Haydn (1760er Jahre)  Das Werk verdankt seinen Beinamen vermutlich einem im Theater von Eszterháza aufgeführten Schauspiel. 
Feuersinfonie (2)  Sinfonie Nr. 59 von Wolfgang Amadeus Mozart   
Florentiner Sinfonie  Sinfonie op. 87 von Josef Gabriel Rheinberger  Der Komponist schuf das Werk unter dem Eindruck einer Italienreise, ohne dabei eine Programmmusik zu intendieren. 
Flüchtlingskantate  Kantate BWV 39 "Brich dem Hungrigen dein Brot" von Johann Sebastian Bach (1732)  Lange Zeit wurde tradiert, der Thomaskantor habe dieses Werk anno 1732 anlässlich eines Festgottesdienstes für die vertriebenen Salzburger Protestanten komponiert. Mittlerweile aber hat die Wissenschaft dessen Entstehung auf die Zeit vor dem 23. Juni 1726 datiert. Ob der Beiname also durch eine erneute Aufführung der Kantate sechs Jahre später für besagten Anlass angeregt wurde, bleibt offen. 
Forellenquintett  Klavierquintett in A-Dur D 667 (op. posth. 114) von Franz Schubert   
Frühlingssinfonie  Sinfonie Nr. 1 B-Dur op. 38 von Robert Schumann (1841)  Ein Frühlingsgedicht von Adolf Böttger war der erste Impuls zu diesem Werk, wie Clara Schumann am 25.1.1841 in ihrem Tagebuch notierte. - Diesen Titel trägt auch ein Spielfilm des Regisseurs Peter Schamoni aus dem Jahre 1983 über das Ehepaar Schumann mit Nastassja Kinski und Herbert Grönemeyer in den Hauptrollen. 
Frühlingssonate  Sonate für Violine und Klavier in F-Dur op. 24 von Ludwig van Beethoven    
Il Gardellino  Flötenkonzert op. 10 von Antonio Vivaldi (1728)  (dt.: "Der Distelfink") 
Gassenhauertrio  Trio B-Dur op. 11 von Ludwig van Beethoven (1798)   Dieser Beiname, den Beethoven übrigens selbst verwendete, bezieht sich auf eine Melodie des im Schlusssatz, die aus der damals populären Oper "L'amor marinaro" von Joseph Weigl entlehnt ist. Auch wenn Beethoven vorgab, nicht bewusst diese in ganz Wien bekannte und beliebte Melodie
verwendet zu haben, hat sich der Name "Gassenhauertrio" doch sehr schnell eingebürgert.  
Gasteiner Sonate  Klaviersonate D-Dur D 850 von Franz Schubert  Nach dem Entstehungsort Bad Gastein wird die "Seconde Grande Sonate" alternativ so bezeichnet. 
Geistervariationen  Thema mit Variationen in Es-Dur für Klavier WoO 24 von Robert Schumann (1854)   
Glaubenssinfonie  Sinfonie Nr. 5 B-Dur WAB 105 von Anton Bruckner   
Glockensinfonie  Sinfonie Nr. 2 in e-Moll von Aram Chatschaturjan (1943/44)   
Goldarie  Arie "Hat man nicht auch Gold beineben" des Rocco aus der dem 1. Akt/4.Szene der Oper "Fidelio" von Ludwig van Beethoven   
Golden Sonata  Sonate in F-Dur für 2 Violinen, Viola, Viola da gamba und Orgel od. Cembalo von Henry Purcell (1697)  Der Beiname stammt nicht vom Komponisten. 
Die Gotische  Sinfonie Nr. 5 B-Dur WAB 105 von Anton Bruckner   
Le Grètry  Violinkonzert Nr. 5 a-Moll op. 37 von Henri Vieuxtemps (1860/61)  (auch "Grétry-Konzert") 
Grillensinfonie  Sinfonie G-Dur TWV 50:1 von Georg Phlipp Telemann   
Gruß an den Rhein  Klavierkonzert op. 151c von Ferdinand Ries (1826)   
La Guerre  Violinsonate A-Dur von Johann Paul Westhoff   Seinen Beinamen verdankt das Werk dem französischen Sonnenkönig Ludwig XIV., der mit den rasanten Doppelgriffpassagen des 6. Satzes, den er sich wiederholt von Westhoff vorspielen ließ, ein Gefecht oder einen Krieg assoziierte. 
Harfenetüde  Etüde As-Dur op. 25,1 für Klavier von Frédéric Chopin  Auch unter dem Beinamen "Äolische Harfe" verbreitet. 
Harfenquartett  Streichquartett Nr. 10 Es-Dur op. 74 von Ludwig van Beethoven (1809)  Diesen nicht authentischen Beinamen verdankt das Werk den Harfenklängen ähnelnden Pizzicati des ersten Satzes. 
The Harmonious Blacksmith  Finalsatz (Air and Variations) der Cembalo-Suite Nr. 5 E-Dur HWV 430 von Georg Friedrich Händel (1720)    
Harrach-Konzert  Konzert in g-Moll für Blockflöte, Streicher und B.c. von Georg Philipp Teleman  Der Beiname resultiert aus dem Fundort des Manuskripts: Durch einen Hinweis im Haydn-Jahrbuch war Reinhard Goebel auf die Fährte der verschollenen Komposition gestoßen und wurde schließlich im Privatarchiv der österreichischen Adelsfamilie Harrach fündig. 
Heiligmesse  "Missa Sancti Bernardi de Offida" in B-Dur Hob. XXII:10 von Joseph Haydn (1796)  Im Sanctus verarbeitete der Komponist die Melodie eines damals poulären österreichischen Kirchenliedes mit dem Titel "Heilig, heilig, heilig, du bist allzeit heilig". 
Hermannstädter Symphonie   Sinfonie Nr. 27 von Joseph Haydn  Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde in Freck bei Hermannstadt eine Abschrift dieses Werks entdeckt, die 1946 ein "Welturaufführung" des klassischen Werk in Bukarest möglich machte. 
Hoffmeister-Quartett  Streichquartett D-Dur KV 499 von Wolfgang Amadeus Mozart (1786)  Die Wiener Erstausgabe erschien 1786 beim Verlag F.A. Hoffmeister. 
L' Impériale  Sinfonie Nr. 53 D-Dur von Joseph Haydn (1770er)   
Im Walde  Sinfonie Nr. 3 in F-Dur op. 153 von Joachim Raff (1869-70)   
L'infortunée  Klaviersonate fis-Moll op. 26 von Ferdinand Ries    
Insektensonate  Klaviersonate Nr. 10 von Alexander Skrjabin   
Intime Briefe  Streichquartett Nr. 2 von Leos Janacek   
Die Ironische  Sinfonie Nr. 2 von Emil Nikolaus von Reznicek (1904)   
Die Italienische  Sinfonie Nr. 4 von Felix Mendelssohn Bartholdy   
Jagd-Quartett  Streichquartett B-dur KV 458 von Wolfgang Amadeus Mozart (1783)  (so genanntes 4. Haydn-Quartett) 
Jeunehomme-Konzert  Klavierkonzert Nr. 9 in Es-Dur KV 271 von W.A. Mozart (1777)  Bei diesem (bis 2004 verbreiteten) Beinamen handelt es sch um eine Fehlübertragung der Mozart-Biografen Théodor Wyzewa und Georges de Saint-Foix, die dieses für die französische Pianistin Louise Victoire Jenamy (1749-1812) geschriebene Werk irrtümlich so bezeichneten. 
Jupitersinfonie  Sinfonie Nr. 41 in C-Dur KV 551 von Wolfgang Amadeus Mozart   Der Beiname stammt nicht von Mozart selbst, sondern wird dem englischen Konzertunternehmer Johann Peter Salomon zugeschrieben. Nach dessen Empfinden korrespondiert der strahlende Charakter dieser Komposition in ihrer Majestät, Kraft und Weisheit mit den Eigenschaften des antiken Götterfürsten Jupiter. 
Kaffeewasserfuge  Fuge g-Moll BWV 542 von Johann Selbastian Bach   
Kaiserquartett  Streichquartett C-Dur op. 76,3 (Hob III:77) von Joseph Haydn (1797)   
Kaiserrequiem  Requiem K 51-53 von Johann Joseph Fux (1720)  Komponiert für das Begräbnis der Witwe Kaiser Leopolds I., Eleonore von Pfalz-Neuburg. 
Die Katholische  Sinfonie Nr. 5 B-Dur WAB 105 von Anton Bruckner   
Katzenfuge  Sonate g-Moll K 30 (L 499) für Cembalo von Domenico Scarlatti   Einer Anekdote zufolge soll eine Katze über die Klaviatur von Scarlattis Cembalo spaziert sein und ihn zu der Fuge inspiriert habe. Vor allem Franz Liszt und weitere Tastenvirtuosen sowie verschiedene Verleger wie Muzio Clementi oder Czerny haben dazu beigetragen, dass sich für das Werk dieser Beiname eingebürgert hat.  
Kleine Orgelsolomesse  "Missa brevis Sancti Joannis de Deo" in B-Dur (Hob. XXII:7) von Joseph Haydn (1775)  Der Beiname erklärt sich aus dem im Benedictus ausgedehnten Orgel- und Sopran-Solo innerhalb dieser sonst sehr kurz gefassten Messkomposition. 
Die Kleinrussische  Sinfonie Nr. 2 c-Moll op. 17 von Peter Tschaikowsky  "Kleinrussland" war im 19. Jahrhundert die in Moskau oder St. Petersburg gängige Bezeichnung für die Ukraine. Dort hatte Tschaikowsky im Laufe des Jahres 1872 die Lieder des einfachen Volks studiert und die Arbeit an der Symphonie begonnen. Der Titel ist nicht authentisch. 
Konzert für Elefanten  Klavierkonzert Nr. 3 d-Moll op. 30 von Sergej Rachmaninow  Den Beinamen prägte der Komponist selbst. 
Konzert gegen die Violine  Violinkonzert in D-dur op. 77 von Johannes Brahms  Geprägt vom Dirigenten Hans von Bülow. 
Komplementierquartett  Streichquartett Nr. 2 G-Dur op. 18 von Ludwig van Beethoven (1799)   
Kreutzersonate  Sonate für Violine und Klavier in A-Dur von Ludwig van Beethoven  Der Beiname geht auf den Widmungsträger, den französischen Geigenvirtuosen Rodolphe Kreutzer, zurück. Beethoven nahm bei der 1803 entstandenen Sonate die Zueignung allerdings erst im Nachhinein vor. 
Kriegssinfonie  Sinfonie Nr. 1 von Einar Englund (1946)  (OT: "Sotasinfonia") 
Kriegssonaten  Drei Klaviersonaten Nr. 6-8 opp. 82-84 von Sergej Prokofjew   
1. Krönungskonzert  Klavierkonzert Nr. 26 D-Dur KV 537 von Wolfgang Amadeus Mozart (1788)    
2. Krönungskonzert  Klavierkonzert Nr. 19 F-Dur KV 459 von Wolfgang Amadeus Mozart (1784)   
Krönungsmesse  Messe C-Dur KV 317 von Wolfgang Amadeus Mozart  Der Beiname entstand im 19. Jahrhundert und geht auf die Vermutung zurück, dass die Messe bei einer der Prager Krönungsfeierlichkeiten der 1790er Jahren aufgeführt wurde: etwa 1791 für Leopold II. oder 1793 für dessen Nachfolger Franz II. (bzw. Franz I. als Kaiser von Österreich).  
Krone der Musik des 19. Jahrhunderts  Sinfonie Nr. 8 in c-Moll WAB 108 von Anton Bruckner (1887-90)   Das Werk wurde bereits von Zeitgenossen so betitelt. 
Krone der Symphonik  Sinfonie Nr. 8 in c-Moll WAB 108 von Anton Bruckner (1887-90)  Geprägt vom Dirigenten Sergiu Celibidache. 
Kuckuckssonate  Klaviersonate Nr. 25 op. 79 von Ludwig van Beethoven (1809)  Der Beiname begründet sich auf dem vergnüglichen Terzspiel in der Durchführung des ersten Satzes. 
Kuckuck und Nachtigall  Konzert für Orgel und Orchester Nr. 13 F-Dur HWV 295 von Georg Friedrich Händel (1740)  (engl.: "The Cuckoo and the Nightingale") 
Kugelquintett  Streichquintett c-Moll op.38 von George Onslow  Beiname auch: "La balle" 
Die Legendäre  Sinfonie Nr. 2 von Eduard Tubin (1937)   
Leningrader Sinfonie  Sinfonie Nr. 7 von Dimitri Schostakowitsch   
Lerchenquartett  Streichquartett Nr. 53 in D-dur Hob. III:63 (op. 64,5) von Joseph Haydn   Der Beiname erklärt sich aus der in höchster Lage aufschwingenden Anfangsmelodie der ersten Violine, die an diesen speziellen Vogelruf erinnert. 
Lied der Nacht (1)  Sinfonie Nr. 7 von Gustav Mahler (1908)  Der Beiname (alternativ auch: "Nachtwanderung") stammt nicht von Mahler, der sein Werk in den diesbezüglich nur wenigen überlieferten Selbstäußerungen gegenüber seinem Verleger als "vorwiegend heiter" und "humoristischen Inhalts" verstand. Die Sätze zwei und vier überschrieb er allerdings mit "Nachtmusik" ...  
Lied der Nacht (2)  Sinfonie Nr. 3 von Karol Szymanowski   
Die Liturgische  Sinfonie Nr. 3 von Arthur Honegger (1945/46)   
Lobgesang  Sinfonie Nr. 2 B-Dur op. 42 von Felix Mendelssohn Bartholdy (1840)   
Lodi-Quartett  Streichquartett G-Dur KV 80 von Wolfgang Amadeus Mozart (1770/74)   
Lodron-Konzert  Konzert für drei Klaviere und Orchester Nr. 7 F-Dur KV 242 von Wolfgang Amadeus Mozart (1776)    
Lützow-Konzert   Klavierkonzert Nr. 8 C-Dur KV 246 von Wolfgang Amadeus Mozart (1776)    
Maria Theresia  Sinfonie Nr. 48 C-Dur von Joseph Haydn (1770)  Der Beiname geht nicht auf den Schöpfer des Werks zurück. Dessen Entstehung fällt in jene Zeit, als Kaiserin Maria Theresia bei Fürst Esterházy im Spätsommer 1773 zu Gast war. Möglicherweise kam es dabei zur Aufführung dieser Sinfonie; speziell geschrieben wurde sie für diesen Anlass aber nicht. 
Melker Konzert  Violinkonzert A-Dur Hob. Vlla:3 von Joseph Haydn  Stimmmaterial - das Autograph ist nicht erhalten - wurde in der Musiksammlung von Stift Melk gefunden, daher der Beiname. 
Militär-Polonaise  Polonaise A-Dur op. 40 von Frédéric Chopin   
Minutenwalzer  Walzer Des-Dur op. 64,1 von Frédéric Chopin    
The Miracle  Sinfonie Nr. 96 D-Dur von Joseph Haydn (1791)  Dieses Werk (dt.: "Das Wunder", auch "Das Mirakel") gehört zur Gruppe der so genannten "Londoner Sinfonien", die der Komponist in Rahmen seiner ersten Englandreise 1791 komponierte. 
Die Mittelalterliche  Sinfonie Nr. 5 B-Dur WAB 105 von Anton Bruckner    
Mondscheinsonate  Klaviersonate Nr. 14 cis-Moll op. 27,2 von Ludwig van Beethoven (1801)  Ihren Beinamen erhielt diese Sonate einige Jahre nach Beethovens Tod durch den Musikschriftsteller Ludwig Rellstab, der sich beim Hören des ersten Satzes an eine Bootsfahrt auf dem Vierwaldstättersee erinnerte. 
Mont-Blanc der Kirchenmusik  h-Moll-Messe BWV 232 von J.S. Bach  Von Franz Liszt stammt der Ausspruch: "Die h-Moll-Messe ist der Mont-Blanc der Kirchenmusik – höher kann man in der abendländischen Musik nicht hinaus." 
Mozarts Schwanengesang   Sinfonie Es-Dur KV 543 von W. A. Mozart   
Mysteriensonaten  Zyklus von 15 Sonaten für Violine solo von Heinrich Ignaz Franz Biber (1670er Jahre)  Die Widmung dieser auch als "Rosenkranzsonaten" titulierten Werksammlung an den Erzbischof Max Gandolph endet mit folgenden Worten: "Ich habe das ganze Werk der Ehre der XV Heiligen Mysterien gewidmet, die Ihr so ausgesprochen fördert."  
Nelsonmesse  "Missa in angustiis" in d-Moll Hob. XXII: 11 von Joseph Haydn (1798)  Der (nachträgliche) Beiname ist möglicherweise Resultat eines Besuches des berühmten englischen Admirals, der im September 1800 nach Eisenstadt kam. 
Neue Lambacher Sinfonie  Sinfonie G-Dur G16 von Leopold Mozart  Anfang Januar 1769 machte die Familie Mozart auf ihren Reisen zwischen Salzburg und Wien u. a. in dem oberösterreichischen Benediktinerkloster Lambach Rast. Im Klosterarchiv wurden zwei Sinfonien mit Mozart-Signatur entdeckt - die von Wolfgang Amadeus erhielt übrigens zur Unterscheidung den Beinamen "Alte Lambacher Sinfonie". 
Neues Hammerklavier  Klaviersonate Nr. 2 in fis-Moll von Nikolai Mjaskowski (1912)  Die Sonate trägt den "offiziellen" Untertitel "Dies Irae", denn dessen traditionelle Tonfolge ist in einems Seitensatz integriert. Der Beiname "Neues Hamerklavier" spielt auf die Nachfolge von Beethovens "Hammerklaviersonate" an, deren dritter Satz übrigens auch in fis-Moll steht. 
Neues Testament der Klavierspieler  Alle Klaviersonaten von Ludwig van Beethoven  Diesem Beinamen ist das "Alte Testament für Klavierspieler" an die Seite gestellt, womit der Dirigent und Pianist Hans von Bülow (1830-1894) das "Wohltemperierte Klavier" von Johann Sebastian Bach bezeichnete. 
Nigger-Quartett  Streichquartett F-Dur op. 96 von Antonín Dvorak   
Die Nostalgische  Sinfonie Nr. 4 für Streicher und Schlagzeug von Einar Englund (1976)  (OT: "Nostalginen") 
Oboenmesse  "Missa Sancti Hieronymi" von Johann Michael Haydn (1777)   
Ochsenmenuett  Komposition von Joseph Haydn  Obgleich dieses Werk dem Wiener zugeschrieben wird, ist dessen Autorschaft nicht zweifelsfrei erwiesen. Ebenso unklar ist der Ursprung des Beinamens. Einer Anekdote zufolge soll der Komponist dieses Menuett für die Hochzeit der Tochter eines Metzgermeisters geschrieben haben; als Dank habe der Brautvater Haydn einen bekränzten Ochsen geschenkt.  
Orgelsinfonie (1)  Sinfonie Nr. 4 von Johann von Herbeck   
Orgelsinfonie (2)  Sinfonie Nr. 3 op. 78 von Camille Saint-Saëns   
Orgie des Rhythmus  Sinfonie Nr. 7 von Ludwig van Beethoven   Geprägt von Romain Rolland.  
Ozeanetüde  Etüde op. 25,12 von Frédéric Chopin   
La Passione  Sinfonie Nr. 49 f-Moll von Joseph Haydn (1768)  Der Titel ist nicht authentisch. 
Pastorale (1)  Klaviersonate Nr. 15 D-Dur op. 28 von Ludwig van Beethoven (1801)  Das Werk von Cranz in Hamburg als Wiederauflage mit dem Titel "Sonata pastorale" veröffentlicht, daher der Beiname. 
Pastorale (2)  Sinfonie Nr. 6 F-Dur op. 68 von Ludwig van Beethoven (1807/08)   
Pastoralsinfonie  Sinfonie Nr. 2 von Johannes Brahms   
Pathétique (1)  Klaviersonate Nr. 8 in c-Moll op. 13 von Ludwig van Beethoven (1798/99)   
Pathétique (2)  Sinfonie Nr. 6 h-Moll op. 74 von Pjotr Iljitsch Tschaikowski (1893)  Ursprünglich hatte Tschaikowsky den Titel "Programmsinfonie" vorgesehen, verwarf ihn aber wieder. Dem nach der Uraufführung erfolgten Vorschlag seines Bruders Modest, das Werk mit "pathetisch" zu betiteln, stimmte er dann begeistert zu. - "Symphonie Pathétique" ist übrigens auch ein Roman des Schriftstellers Klaus Mann mit Tschaikowsky als Hauptfigur. 
Pathétique (3)  Orgelsinfonie Nr. 9 von Enjott Schneider (2009)   
Pauken-Serenade  Serenade D-Dur KV 239 ("Serenata notturna") von Wolfgang Amadeus Mozart   
Pausensinfonie  Sinfonie Nr. 2 c-Moll von Anton Bruckner (1872/76)  Wegen ihrer zahlreichen spannungsgeladenen Generalpausen, die das zentrale formbildende Element des Werks bilden, erhielt dieses Orchesterwerk den Beinamen. 
Pergolesi-Ballett  "Pulcinella" von Igor Strawinsky  Themen und Motive einer barocken Sonatensammlung, die unter dem Namen Pergolsis veröffentlicht war, verarbeitete Strawinsky in seinem Ballett "Pulcinella". Erst in jüngster Zeit entdeckte man die Fehlzuschreibung und ermittelte Domenico Gallo als wahren Schöpfer dieser 12 Sonaten für zwei Violinen und Basso continuo. 
Petit chien  Walzer op. 64,1 von Frédéric Chopin  Vermeintlich soll das Bild eines jungen Hundes, der versuchte, seinen eigenen Schwanz zu fangen, zu dem sich ständig um den Ton as bewegenden Hauptthema dieser Komposition angeregt haben. 
Pizzicato-Sinfonie   Sinfonie Nr. 5 B-Dur WAB 105 von Anton Bruckner    
Polnische Sinfonie  Sinfonie Nr. 3 D-Dur op. 29 von Peter Tschaikowsky   
Prager Sinfonie  Sinfonie Nr. 38 in D-Dur KV 504 von Wolfgang Amadeus Mozart  Das nach seinem Uraufführungsort benannte Werk stieß beim Prager Publikum bereits bei seiner Premiere auf überaus positive Resonanz, wie der Mozart-Biograf F.X. Niemetschek überliefert: "Nie sah man noch das Theater so voll Menschen, nie ein stärkeres einhelliges Entzücken." Noch 1798 bezeichnete er diese Sinfonie als ein "Lieblingsstück des Prager Publikums", das "alsogleich die Seele zur Erwartung irgendetwas Erhabenen" stimme. 
Preußische Quartette (1)  Sechs Streichquartette op. 50 (Hob. 44-49) von Joseph Haydn (1787)  Der Beiname erklärt sich daraus, dass Haydn die Wiener Erstausgabe König Friedrich Wilhelm II. widmete. Festzuhalten bleibt, dass die Quartette also keineswegs speziell für den preußischen Hof entstanden. 
Preußische Quartette (2)  Streichquartette KV 575, 589 und 590 von Wolfgang Amadeus Mozart  Die letzten drei Streichquartette Mozarts werden so bezeichnet, weil sie im Auftrag des preußischen Königs Friedrich Wilhelm II. entstanden. 
Preußische Quartette (3)  Zwölf Streichquartette Benton 331-342 von Ignaz Pleyel   
Quintenquartett  Streichquartett Nr. 76 d-Moll op. 76,2 (Hob. III:76) von Joseph Haydn (1797)   
Rasiermesser-Quartett  Streichquartett f-Moll op. 55,2 von Joseph Haydn   Einer Anekdote zufolge soll Haydn gegenüber dem englischen Musikverleger J. Blad geäußert habe, er wolle sein bestes Quartett für ein gutes Rasiermesser geben. Blad habe daraufh dem Komponisten ein Paar englischer Rasiermesser zukommen lassen, wofür dieser sich mit dem f-Moll-Quartett revanchierte. 
Rasumowsky-Quartette  Streichquartette Nr. 7-9 von Ludwig van Beethoven   
Reformationssinfonie  Sinfonie Nr. 5 d-Moll op. 107 von Felix Mendelssohn Bartholdy (1832)   
Regenliedsonate  Violinsonate op. 78 von Johannes Brahms   
Regentropfen-Prélude  Prélude Nr. 15 in Des-Dur von Frédéric Chopin  Dieser Beiname fußt auf der Überlieferung, Chopin habe es in einer regenreichen Nacht auf Mallorca komponiert, in der George Sand mit ihren Kindern wegen des Unwetters verspätet aus Palma zurückkehrte und Chopin in verwirrtem Zustand am Klavier antraf. 
Registerarie  Arie "Madamina, il catalogo e questo" des Leporello im 1. Akt von Wolfgang Amadeus Mozarts Oper "Don Giovanni"  Der Diener Leporello - man beachte die Namensgebung - präsentiert hier eine Endlosliste (also ein Register), auf der die Namen der zahllosen weiblichen Eroberungen seines Herrn Don Giovanni festgehalten sind. 
La Reine  Sinfonie Nr. 85 von Joseph Haydn (1786)  Der Beiname stammt nicht vom Komponisten selbst. Vielmehr vermutet man, dass dieses Werk zu den Lieblingsstücken von Königin Marie Antoinette gehörte ... 
Reliquie  Sonate C-Dur D 840 für Klavier von Franz Schubert (1825)  Der Verleger bezeichnete das Werk fälschlicherweise in der Leipziger Erstausgabe von 1861 als "Reliquie. Letzte Sonate (unvollendet) für das Pianoforte von Franz Schubert ". 
Renaissance  Sinfonie Nr. 5 von Jaroslav Krcek   
Requiem für Fanny  Streichquartett f-Moll op. 80 von Felix Mendelssohn Bartholdy   
Revolutionsetüde  Klavieretüde c-Moll op. 10,12 von Frédéric Chopin (1830)  Während seines Wiener Aufenthaltes 1830 erfuhr Chopin von der blutigen Niederschlagung der polnischen Revolution durch den russischen Zaren. Die Hoffnung auf Polens Unabhängigkeit war somit erneut zerstört, zahlreiche Freunde des Komponisten umgekommen. Anekdotisch ist überliefert, dass ihn die Nachricht von der gewaltvollen Niederschlagung während eines Konzertes in Wien erreichte. Innerlich aufgewühlt improvisierte er daraufhin vor dem Publikum, um seinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen - und die "Revolutionsetüde" war geboren.  
Die Rheinische  Sinfonie Nr. 3 von Robert Schumann  Ob der Beiname vom Komponisten oder einem seiner Zeitgenossen stammt, ist bis heute unklar. Jedenfalls verweist er auf die Entstehungszeit kurz nach dem Umzug der Schumanns von Dresden nach Düsseldorf. 
Ritterpolonaise  Polonaise As-Dur op. 53 von Frédéric Chopin (1842)   (Originaltitel: "Polonaise héroique") 
Die Romantische (1)  Sinfonie Nr. 4 Es-Dur von Anton Bruckner (1874/81)  Der Beiname stammt vom Komponisten selbst und findet sich bereits im Autograph der ersten Fassung. Seinem Freund P. Deubler gegenüber soll Bruckner sogar einen programmatischen Ablauf skizziert haben: "Mittelalterliche Stadt - Morgendämmerung - von den Stadttürmen ertönen Morgenweckrufe - die Tore öffnen sich - auf stolzen Rossen sprengen die Ritter hinaus ins Freie - der Zauber des Waldes umfängt sie - Waldesrauschen - Vogelsang - und so entwickelt sich das romantische Bild." 
Die Romantische (2)  Sinfonie Nr. 4 von Carlos Chávez (1953)   (OT: "Sinfonia Romantica") 
Rosenkranzsonaten   Zyklus von 15 Sonaten für Violine solo von Heinrich Ignaz Franz Biber (1670er Jahre)   Die auch unter dem Beinamen "Mysteriensonaten" bekannte Sammlung ist in drei Zyklen von je fünf Sonaten unterteilt: Die "Freudenhaften Mysterien" beruhen auf Episoden aus dem frühen Leben Christi von der Verkündigung bis zur Darstellung im Tempel. Die "Schmerzhaften Mysterien" behandeln Episoden aus dem Leiden Christi vom Leiden am Ölberg bis zur Kreuzigung. Und die "Glorreichen Mysterien" führen die Geschichte fort, von der Auferstehung bis zu Mariä Himmelfahrt und der Krönung der Jungfrau Maria. Der Zyklus wurde in den traditionellen Rosenkranzandachten im September oder Oktober verwendet. - Man weiß nicht, welchen Titel Biber seiner Sammlung gab. 
St. Annen-Fuge  Fuga à 5 con pedale pro Organo pleno in Es-Dur BWV 552,2 von J.S. Bach   
Scherzquartett  Streichquartett op.33,2 von Joseph Haydn (1781)   
Schmetterlingsetüde  Etüde Ges-Dur op. 25,9 von Frédéric Chopin   
Schöpfungsmesse  Messe B-Dur Hob. XXII:13 von Joseph Haydn (1801)  Den Beinamen erhielt das Werk durch ein Zitat des Duetts "Holde Gattin, dir zur Seite" aus dem Gloria des Oratoriums "Die Schöpfung". 
Die Schottische  Sinfonie Nr. 3 a-Moll op. 56 von Felix Mendelssohn Bartholdy   
Schuberts musikalisches Testament  Klaviersonate B-Dur D 960 von Franz Schubert    
Der Schulmeister  Sinfonie Nr. 55 Es-Dur von Joseph Haydn (1774)  Der Titel ist nicht authentisch. 
Schweizer Sinfonie  Streichersinfonie Nr. 9 c-Moll von Felix Mendelssohn Bartholdy (1823)  Der dritte Satz, in dem eine volksliedartige Melodie verarbeitet wird, ist vom Komponisten mit "La Suisse" überschrieben. 
Schicksalssinfonie   Sinfonie Nr. 5 c-Moll von Ludwig van Beethoven  Der Beiname stammt vom ersten Beethoven-Biografen Anton Schindler, der über das Werk gesagt haben soll: "So pocht das Schicksal an die Pforte!" 
Schwarze Messe  Klaviersonate Nr. 9 von Alexander Skrjabin   
Schwarzmander-Messe  Missa von Christoph Cech (2008)   
Schweizer Sinfonie  Streichersinfonie Nr. 9 c-Moll von Felix Mendelssohn Bartholdy  Als klingendes Souvenir nach einem Schweiz-Urlaub integrierte Mendelssohn im dritten Satz eine volksliedartige Melodie und überschrieb die Passage mit "La Suisse", wodurch der Beiname entstand. 
Sechsviertelmesse  "Missa in honorem St. Nicolai" in G-Dur von Joseph Haydn (1772)  Die Messe erhielt wegen ihres charakteristischen Metrums im Kyrie und im Dona nobis des Agnus Dei diesen Beinamen. 
Sinfonia Berchtolsgadensis  "Kindersinfonie" vermutl. von Edmund Angerer [Autorschaft lange Zeit sowohl J. Haydn als auch L. Mozart u.a. zugeschrieben]   Spielzeuginstrumente wurden im ausgehenden 18. Jahrhundert in Berchtesgaden hergestellt, einem damals für die Spielzeugindustrie wichtigen Ort. Hier liegt die Inspirationsquelle für die "Kindersinfonie". 
Sinfonia passionata  Sinfonie Nr. 5 c-Moll op. 52 von Franz Lachner   
Sinfonie der Nacht  Sinfonie Nr. 7 von Gustav Mahler   
Sinfonie der Tausend  Sinfonie Nr. 8 Es-Dur von Gustav Mahler  Bei der Uraufführung des Werks am 12./13. September 1910 in München wirkten unter der Leitung des Komponisten insgesamt 1030 Personen mit: 850 Choristen, 170 Orchestermitglieder, ein Organist und 8 Vokalsolisten. 
Sinfonie des Todes  Sinfonie Nr. 14 von Dmitri Schostakowitsch  Verwendung von um das Thema "Tod" kreisenden Texten von Lorca, Rilke und Apollinaire. 
Sinfonie mit der Schlussfuge  Sinfonie Nr. 41 in C-Dur KV 551 von Wolfgang Amadeus Mozart (1788)  So ist das Werk, sondt weithin bekannt als "Jupiter-Sinfonie", noch in der 3. Auflage des Köchelverzeichnis von 1937 im Hauptuntertitel verzeichnet.  
Sonnenquartette  Sechs Streichquartette op. 20 von Joseph Haydn (1772)  Der Beiname bezieht sich auf die Titelvignette einer späteren Druckausgabe. 
Sommersinfonie  Sinfonie Nr. 4 von Erkki Melartin   
Spatzenmesse  Messe in C-Dur KV 220 (196b) von Wolfgang Amadeus Mozart   
Stadler-Quintett  Quintett für Klarinette und Streichquartett A-Dur KV 581 von W.A. Mozart (1789)   
Sternenregen-Etüde  Etüde As-Dur op.25,1 von Frédéric Chopin   
Straßbourger Konzert  Violinkonzert Nr. 3 in G-Dur KV 216 von W.A. Mozart (1775)  Der Beiname bezieht sich auf die Verarbeitung des gleichnamigen, damals sehr beliebten Liedes im Rondeau-Finale. 1777 schreibt Mozart in einem Brief an seinen Vater: "Beim Soupée spielte ich das strasbourger-Concert. Es ging wie öhl, alles lobte den schönen, reinen Ton." 
Sturmsonate  Klaviersonate op. 31,2 von Ludwig van Beethoven  "Lesen sie nur Shakespeares Sturm", soll Beethoven einst seinem ersten Biografen, Anton Schindler, erwidert haben, als er nach dem Schlüssel zum Verständnis dieses Werkes fragte. 
Sturmvogel-Etüde  Klavieretüde dis-Moll op. 8,12 von Alexander Skrjabin (1894)   
La tempesta di mare  Konzert für Flöte, Streicher und B.c. F-Dur op.10,1 (RV 433) von Antonio Vivaldi   
Tempora mutantur  Sinfonie Nr. 64 von Joseph Haydn   
Il testamento  Kaviersonate op. 111 von Ludwig van Beethoven (1821-23)   
Theresensonate  Klaviersonate Nr. 24 Fis-Dur op. 78 von Ludwig van Beethoven (1809)  Von Hugo Riemann geprägt. 
Der Titan  Sinfonie Nr. 1 in D-Dur von Gustav Mahler  Der Beiname bezieht sich auf Jean Pauls gleichnamigen Roman "Titan", der dem Komponisten als programmatische Grundlage seiner Sinfonie diente. 
Die Tragische (1)  Sinfonie Nr. 4 c-Moll D 417 von Franz Schubert (1816)   
Die Tragische (2)  Sinfonie Nr. 3 C-Dur op. 40 von Felix Draeseke (1886)  (Originaltitel "Symphonia Tragica") 
Die Tragische (3)   Sinfonie Nr. 1 d-Moll von Emil Nikolaus von Reznicek (1902)    
Die Tragische (4)   Sinfonie Nr. 6 a-Moll von Gustav Mahler (1903-05)  Nur bei der Wiener Erstaufführung vom 4. Januar 1907, der letzten Aufführung, die Mahler selbst dirigierte, weist die Sinfonie auf dem Programmzettel den Untertitel "Tragische" auf. Der Dirigent Bruno Walter hat behauptet, dass Mahler den Titel prägte, doch weitere Belege dafür fehlen, wodurch weiterhin Zweifel an der Authentizität de Titelgebung bestehen. 
Das Unauslöschliche   Sinfonie Nr. 4 von Carl Nielsen (1916)   
Ungarisches Nationalepos in Tönen  "Ungarische Rhapsodien". Zyklus von 15 Stücken für Klavier von Franz Liszt (1875)  Geprägt von Franz Liszt selbst. 
Die Unvollendete  Sinfonie Nr. 7 (früher Nr. 8) h-Moll D 759 von Franz Schubert    
Die Urlaubsreise  Sinfonie Nr. 8 op. 84 von Max Butting (1952)   
Die vier Temperamente  Sinfonie Nr. 2 op. 16 von Carl Nielsen   
Voces intimae  Streichquartett d-Moll op. 56 von Jean Sibelius  Diesen Beinamen verdankt das Quartett einer Notiz des Komponisten in der Taschenpartitur, mit der er paar geheimnisvolle Akkorde bezeichnet hat.  
Wagner-Sinfonie   Sinfonie Nr. 3 d-Moll WAB 103 von Anton Bruckner    
Wahnsinnsarie  Arie "Il dolce suono" aus der Oper "Lucia di Lammermoor" von Gaetano Donizetti (1835)   
Waldstein-Sonate  Klaviersonate Nr. 21 C-Dur op. 53 von Ludwig van Beethoven  Beethoven widmete dieses Werk seinem Freund und Förderer, dem Grafen Ferdinand Ernst von Waldstein. 
Warschauer Konzert  Rhapsodie für Klavier und Orchester von Richard Addinsell  (OT: "Warsawa Concerto"), ursprünglich komponiert als Filmmusik zu "Dangerous Moonlight" (1940). 
Die Weihe der Töne  Sinfonie Nr. 4 von Louis Spohr   
Weiße Messe  Klaviersonate Nr. 7 op. 64 von Alexander Skrjabin (1911-12)    
Winterträume  Sinfonie Nr. 1 g-Moll op. 13 von Peter Tschaikowsky (1866)   
Winterwind-Etüde  Etüde op. 25,11 von Frédéric Chopin   
Zigeunertrio  Klaviertrio G-Dur op. 82,2 von Joseph Haydn  Der letzte Satz, ein Rondo, ist mit "all'ongarese" überschrieben. 
Zypressen  Streichquartett Nr. 11 C-Dur op. 61 von Antonin Dvorak (1887)  (OT: "Cyprise") 


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