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Der neue einbändige Musik-Brockhaus ist erschienen. Die von Grund auf überarbeitete 2. Auflage wirbt dabei mit 7.000 Stichwörtern und rund 1.000 Abbildungen. Insgesamt ist dem Verlag optisch wie inhaltlich ein Appetithappen gelungen, bei dem man sich über die Vielfalt der Einträge freut – um sich im nächsten Augenblick über die Knappheit mancher Texte zu ärgern, vor allem wenn sich hier und da regelrechte Allgemeinplätze in die Kurzbeschreibungen einschleichen. Machen wir anhand der aktuellen CANTATE eine kurze Probe aufs Exempel: Der Monteverdi-Eintrag ist mit gut einer Spalte prägnant gelungen, die "Marienvesper" allerdings findet man nur in der angehangenen Werkaufzählung erwähnt; und die herausgestellte Schlagzeile mit der Zentralinformation (?) "wurde in Venedig nach der Pest Priester" hat schon eher Boulevardcharakter. Überraschend und erfreulich, daß die "Gurrelieder" als selbständiger Eintrag verzeichnet sind. Dafür sucht man z.B. den Niederländer Willem De Fesch oder aber auch Einträge zu Musikmetropolen wie Rom vergeblich. Insgesamt zeigt sich der neue Brockhaus als gediegenes, gewohnt zuverlässiges Nachschlagewerk – eine neue Lexikongeneration wurde hier allerdings nicht geboren. [art]
Der Brockhaus Musik Brockhaus, geb. 896 Seiten (ISBN 3-7653-0374-7) € 49,95 |
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