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[Alexander Reischert] Die Tatsache, dass sich in 2003 der Geburtstag von Philippe de Monte zum 400. Mal jährte, fand in der Konzert- und CD-Landschaft doch einen eher spärlichen Widerhall. Aber nun versöhnt uns eine nicht alltägliche belgische Produktion gleich mehrfach: hinsichtlich ihres außergewöhnlichen Konzepts, ihres hohen Repertoirewerts und der makellosen künstlerischen Ausführung. Eine Auswahl von Motetten Philippe de Montes und seines wesentlich unbekannteren Zeitgenossen Alexander Utendal – dessen Werke sind übrigens Weltersteinspielungen – lässt hier die Epoche der niederländischen Vokalpolyphonie in ihrem schönsten Licht wiedererstehen. Den Musikern der Capilla Flamenca & Oltremontano gelingt jene unaufdringliche Durchsichtigkeit, die dieser Renaissancemusik in idealer Weise gerecht wird. Als originelles Beiwerk zu der knapp 60-minütigen Audio-CD wurden zusätzlich vier Video-Tracks für die Wiedergabe am PC beigefügt, die einen Ausschnitt des Programms auch noch einmal visuell erlebbar machen. Danach wird man nach weiteren Einspielungen mit diesen Musikern – und gerne auch wieder mit Werken jener faszinierenden Epoche – Ausschau halten. |
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